Bald in Rente: Delta will seine Jumbos einmotten - die ersten schon im kommenden Monat.

Boeing 747Delta schickt Jumbo in Rente

Nach Qantas, Air France und Singapore Airlines will nun auch Delta seine Boeing 747 einmotten. Noch in diesem Jahr sollen vier Maschinen in Rente gehen.

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Derzeit betreibt Delta Air Lines 16 Maschinen vom Typ Boeing 747-400. Bis Ende des Jahres werden es wohl vier weniger werden - 25 Prozent seiner 747er-Flotte will Delta bis dahin einmotten, wie die Airline nun in einem Memo an seine Piloten bekannt gab. Bis Ende September sollen drei B747 stillgelegt werden, eine weitere Maschine folgt bis Ende des Jahres.

Zugleich ändert sich eine Menge bei den Pazifik-Routen: Mehrere Strecken werden gestrichen, etwa die von Tokio nach Hongkong und von Nagoya nach Manila. Außerdem werden in den kommenden Monaten auf mehreren Routen nicht länger B747 eingesetzt. Künftig bedient eine B777-200 die Strecke Los Angeles - Tokio genau wie die Route New York - Tokio. Zwischen Detroit und Nagoya wird ein Airbus 330-200 eingesetzt.

Immer mehr Airlines schicken 747 in Rente

Grund für die Änderungen ist eine «Neubewertung der Optionen um unsere internationale Performance zu verbessern», wie Delta erklärte. Analysen hätten gezeigt, dass einiges nachjustiert werden müsse, um das Pazifik-Geschäft zu optimieren.

Delta ist die letzte von mehreren großen Airlines, die sich von ihren Jumbos verabschiedet. Qantas - eine der fünf Airlines, die über 40 Prozent des gesamten 747-Passagierverkehrs ausmachen - hat bereits einen Großteil der Jumbo-Flotte in Rente geschickt. Bis Ende des Jahrzehnts soll der Flieger Geschichte sein. Japan Airlines hat 2011 den letzten Jumbo eingemottet - nach über 41 Dienstjahren.

A380 ersetzt häufig den Jumbo

Auch Singapore Airlines hat die 747 bereits in Rente geschickt. Air France will die 747 endgültig ausmustern, und das noch im Jahr 2015. Air New Zealand und Phillipine Airlines führen den letzten 747-Flug noch in diesem Jahr durch. Ersetzen soll sie in vielen Fällen der A380 von Airbus. Er verbrennt rund 20 Prozent weniger Treibstoff als eine 747, heißt es von Airbus. Weitere Vorteile: Er kann mehr Passagiere transportieren und ist beim Start rund 50 Prozent leiser als Boeings Riesenflieger.

Deltas B747 hat eine Kapazität von 376 Passagieren - 48 in der Business Class, 42 in der Economy Comfort und 286 in der regulären Economy. Delta gehörte zu den ersten B747-Kunden, mottete die Flieger aber wenige Jahre später wieder ein. Die jetzigen 16 Maschinen stammen aus dem Zusammenschluss mit Northwest Airlines vor sechs Jahren.

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