Ein Airbus A350 von Delta Air Lines: Verletzte auf Flug von Mailand nach Atlanta.

Flug von DeltaCrew bittet um andere Route, Lotse lehnt ab - A350 gerät in schwere Turbulenzen

Die Cockpitcrew eines Delta-Air-Lines-Fluges wollte nach einer Wetterwarnung den Kurs ändern. Die Flugsicherung lehnte ab. Am Ende gab es 17 Verletzte.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Die Liste von Flügen, bei denen Menschen aufgrund von schweren Turbulenzen verletzt wurden, ist lang und wird immer länger. Dabei gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Durch den Klimawandel wird sich das Phänomen verstärken. Die gute: Solange Reisende angeschnallt sind, kann ihnen nicht viel passieren.

Ende August wurde ein Airbus A350-900 mit der Kennung N576DZ beim Landeanflug auf den Flughafen Atlanta so stark von Turbulenzen erfasst, dass 17 Menschen an Bord verletzt wurden - zwei Crew-Mitglieder schwer, acht leicht, zwei Reisende schwer, fünf leicht. Die Maschine war als Flug DL175 auf dem Weg von Mailand nach Atlanta.

Piloten baten um alternativen Anflug

Ein erster Zwischenbericht der Verkehrssicherheitsbehörde National Transportation Safety Board NTSB zeigt, dass die Cockpitcrew nach einer Meldung des Wetterradars einen veränderten Anflug bei der Flugsicherung angefragt hatte. Der zuständige Fluglotse forderte die Besatzung des Airbus A35 jedoch auf, den Standardanflug auf Atlanta fortzusetzen, was die Besetzung dann auch akzeptierte.

Laut NTSB-Bericht sahen die Piloten dann auch tatsächlich nur eine kleine weiße Wolke in der Nähe. Auch von vorausfliegenden Flugzeugen wurden keine signifikanten Turbulenzen in der Umgebung gemeldet.

Schwere Turbulenzen für zwei Sekunden

Trotzdem teilte die Cockpitcrew der Kabinenbesatzung mit, dass sie ihre Aufgaben innerhalb von fünf Minuten erledigen sollte, da es im Anschluss zu Turbulenzen kommen könnte. Doch die Zeit reichte nicht aus.

Knapp vier Minuten später geriet das Flugzeug von Delta in einer Höhe von etwa 14.000 Fuß (4267 Meter) innerhalb der Wolke für etwa zwei Sekunden in schwere Turbulenzen. Dabei sackte das Flugzeug laut Passagierangaben gegenüber amerikanischen Medien plötzlich ab. Das Kabinenpersonal informierte die Piloten über die Verletzten in der Kabine. Die Cockpitcrew erklärte daraufhin bei der Flugsicherung einen Notfall.

Elf Menschen mussten ins Krankenhaus

Die Maschine landete mit einem leichten und nicht näher spezifizierten Schaden in Atlanta. Auf die Verletzten wartete medizinisches Personal. Elf Personen mussten anschließend für weitere für Untersuchungen ins Krankenhaus.

Mehr zum Thema

Turbulenzen-Visualisierung der Nasa: In den kommenden Jahren dürften die Flüge wackeliger werden.

Was passiert eigentlich bei Turbulenzen?

Die Innenverkleidung des Fliegers wurde bei den Turbulenzen beschädigt.

So heftig waren die Turbulenzen im Airbus A330 Neo von Condor

Visualisierung des Polar-Jetstreams: Keine statische Größe.

Klimawandel sorgt für Turbulenzen-Teufelskreis

ticker-flughafen

Rangliste 2025: Die zehn größten internationalen Flughäfen der Welt

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin