Flieger von Air Méditerranée: Nie mehr in der Luft.

LiquidationDefinitives Aus für Air Méditerranée

Bis zuletzt bestanden Hoffnungen, dass sich ein Käufer für die traditionsreiche französische Fluglinie findet. Doch nun muss Air Méditerranée liquidiert werden.

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Der Richter des Handelsgerichts in der südfranzösischen Stadt Tarbes findet es «extrem schade». Doch ihm blieb keine andere Wahl. Am Montag (15. Februar) ordnete er die Liquidation von Air Méditerranée an. Es habe sich kein Käufer für die Fluggesellschaft finden können, die sich seit einem Jahr in der Insolvenz befand.

Zwei Parteien hatten sich für Air Méditerranée interessiert. Die erste war ein algerischer Geschäftsmann mit besten Kontakten zur Regierung. Er reichte aber bis zum Schluss kein verbindliches Dossier ein. Die zweite waren zwei ehemalige Direktoren der französischen Fluggesellschaft AOM Air Outre Mer. Sie konnten die Finanzierung nicht sichern. Und so blieb dem Richter nur die Anordnung der Liquidation der traditionsreichen Fluglinie.

1997 wurde Air Méditerranée gegründet

Air Méditerranée wurde nicht ganz zwanzig Jahre alt. Sie wurde 1997 als klassische Charterfluggesellschaft gegründet, die für Reisebüros Urlaubshungrige an die Sonne flog. Nach und nach entwickelte sie auch ein Liniengeschäft und verband zahlreiche französische Städte mit Algerien, dem Libanon, Marokko und Tunesien.

Den Arabischen Frühling bekam Air Méditerranée deshalb stark zu spüren. Zusätzlich machte der Airline die zunehmende Konkurrenz durch Wet-Lease- und Charteranbieter aus Osteuropa zu schaffen. Die Fluglinie besaß eine Flotte von 5 AIrbus A321 und 2 Boeing 737-500. Damit bediente sie 26 Destinationen in acht Ländern.

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