Eine Antonow A-24 am Flughafen im ukrainischen Uzhhorod

Todesstoß für die An-24

In Sibirien sind bei der Notwasserung einer An-24 mindestens fünf Menschen gestorben. Moskau will die Propellermaschinen jetzt verbieten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Bei einer spektakulären Notwasserung auf dem sibirischen Fluss Ob sind am Montagmorgen (11. Juli) mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Passagiere sind verletzt und auch Vermisste soll es noch geben. Mitten über der sibirischen Wildnis war offenbar ein Triebwerk des Antonow An-24 Kurzstreckenfliegers in Brand geraten.

Da weit und breit kein Flughafen für eine Notlandung erreichbar war, musste der Pilot das riskante Manöver der Notwasserung einleiten - mit einem leider weniger guten Ende, als es vor zwei Jahren auf dem New Yorker Hudson River der Fall war: Die Propellermaschine hielt dem Aufprall auf der Wasseroberfläche nicht stand und brach in zwei Teile, woraufhin Wasser in die Kabine eindrang. Immerhin rund 30 Passagiere haben das Unglück laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax aber überlebt.

Crew wird geprüft

Die russische Polizei untersucht jetzt, ob auch die Crew schuld an dem Unglück war. Man hat offenbar Zweifel, ob alle Sicherheitsstandards eingehalten wurden. Auch der russische Präsident Dimitri Medwedew hat sich zu dem Vorfall geäussert. «Das Verhalten der Crew muss überprüft werden», so Medwedew laut der russischen Zeitung Ria Novosti. «Wenn sie sich korrekt verhalten haben, verdienen sie grosse Anerkennung dafür, dass immerhin einige Menschen den Unfall überlebt haben.»

Doch für die An-24 hat er keine guten Worte übrig. Der Präsident hat sich dafür ausgesprochen, Flugzeugen dieses Typen jetzt ein grundsätzliches Flugverbot zu erteilen. Mit den An-24-Fliegern gab es schon über 140 Unfälle - viele davon endeten tödlich. Die erste Maschine hatte ihren Jungfernflug 1959. Danach war die An-24 in Russland ein populäres Passagierflugzeug: Rund 30 Prozent der Passagierflüge in der ehemaligen Sowjetunion wurden mit den Propellermaschinen ausgeführt. Aber die AN24 ist in die Jahre gekommen. Die neusten Maschinen sind allesamt älter als 30 Jahre. Hunderte der Propellermaschinen sind trotzdem noch in Betrieb - hauptsächlich in Ländern der ehemaligen Sowjetunion und in Afrika.

Video

Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack