Condor-Jet im Hangar: Die Airline hält den Betrieb aufrecht.

Potenzielle AbspaltungDas bedeuten die Thomas-Cook-Gerüchte für die Airlines

Der Reisekonzern Thomas Cook soll einen Verkauf erwägen. Das könnte die Abspaltung seiner Fluglinien und damit auch von Condor beschleunigen.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Thomas Cook ist ein britisches Traditionsunternehmen. Es existiert seit 178 Jahren. Seit der Gründung 1841 gab es natürlich auch die ein oder andere Krise. Aber der aktuelle internationale Preisdruck in der Reisebranche und zusätzlich die Unsicherheiten rund um den Brexit bringen den Riesen derzeit so richtig ins Wanken. Das hat Folgen. Nachdem der Konzern bereits erwägt, seine Fluggesellschaften abzustoßen, wurden über das Osterwochenende Gerüchte laut, das Veranstaltergeschäft und der ganze Konzern stünden zum Verkauf.

Dafür soll es bereits mehrere Interessenten geben, unter anderem die chinesische Fosun Group, berichtet der TV-Sender Sky News. Sie hält bereits jetzt 15 Prozent der Anteile von Thomas Cook. An der Börse scheint ein Verkauf des Konzerns begrüßt zu werden, die Aktien stiegen am Dienstag (23. April) deutlich. Doch: Was bedeutet das Ganze für den potenziellen Verkauf des Fluggeschäfts, zu dem auch der deutsche Ferienflieger Condor gehört?

Beschleunigt sich der Airlineverkauf?

Thomas Cook Group selbst kommentiert die aktuellen Gerüchte nicht. Doch sollte die Fosun Group oder ein anderer mächtiger ausländischer Investor tatsächlich ernsthaft interessiert sein, könnte das den Verkaufsprozess der Fluglinien beschleunigen. Denn: Gehören die Airlines zur Gruppe, steht das einem Verkauf des Tourismusunternehmens im Weg. Der Grund dafür ist EU-Gesetzgebung. Diese verbietet es ausländischen Investoren, die Mehrheit an EU-Airlines zu besitzen. Maximal 49 Prozent dürfen von Nicht-EU-Investoren gehalten werden. Eine schnelle Abspaltung der Fluggesellschaften könnte also im Interesse von Thomas Cook liegen, sollte man einen Gesamtinvestor außerhalb der EU bevorzugen.

Bisher wurde immer ein Verkauf oder Teilverkauf erwähnt – neben der Option, das Airline-Geschäft auch zu behalten. Diverse Konzerne haben bereits Interesse bekundet, wobei nicht klar ist, wer was mit den Fluggesellschaften vorhaben könnte. Von Lufthansa hatte es etwa geheißen, dass man am Langstreckenarm von Condor interessiert sei. Tui hat dagegen erklärt, kein Interesse an Condor und Thomas Cook Airlines zu haben.

Slots verscherbeln?

Wie Richard Clarke vom Analysehaus Bernstein gegenüber der Zeitung Financial Times erklärt, könnte es auch möglich sein, dass Thomas Cook einfach Start- und Landerechte (Slots) und Flugzeuge verkauft, um den Verkauf des Reisegeschäfts schnell über die Bühne zu bringen. Doch ob das aus finanzieller Sicht wirklich schlau wäre, ist fraglich. So erklärte etwa Condor-Chef Ralf Teckentrup erst kürzlich im Interview mit aeroTELEGRAPH: «Der Thomas-Cook-Konzern hat ja selbst klar gesagt, dass die Fluggesellschaften dauerhaft und seit vielen Jahren Geld verdienen und das egal, ob der Ölpreis hoch oder tief ist, egal, wie der Dollar steht und egal, ob die Angst vor dem Brexit umgeht. Irgendwas machen wir also richtig.»

Mehr zum Thema

Boeing 767 von Condor: Was sind die Thomas-Cook-Airlines wert?

Wer könnte die Airlines von Thomas Cook kaufen?

Ralf Teckentrup: «Irgendwas machen wir offenbar anders als die anderen.»

«Condor und die Thomas Cook Airlines sind kein Problemfall»

Boeing 767 von Condor: Gibt es einen neuen  Besitzer?

Lufthansa zeigt Interesse an Condor

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil