Condor-Jet im Hangar: Die Airline hält den Betrieb aufrecht.

Potenzielle AbspaltungDas bedeuten die Thomas-Cook-Gerüchte für die Airlines

Der Reisekonzern Thomas Cook soll einen Verkauf erwägen. Das könnte die Abspaltung seiner Fluglinien und damit auch von Condor beschleunigen.

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Thomas Cook ist ein britisches Traditionsunternehmen. Es existiert seit 178 Jahren. Seit der Gründung 1841 gab es natürlich auch die ein oder andere Krise. Aber der aktuelle internationale Preisdruck in der Reisebranche und zusätzlich die Unsicherheiten rund um den Brexit bringen den Riesen derzeit so richtig ins Wanken. Das hat Folgen. Nachdem der Konzern bereits erwägt, seine Fluggesellschaften abzustoßen, wurden über das Osterwochenende Gerüchte laut, das Veranstaltergeschäft und der ganze Konzern stünden zum Verkauf.

Dafür soll es bereits mehrere Interessenten geben, unter anderem die chinesische Fosun Group, berichtet der TV-Sender Sky News. Sie hält bereits jetzt 15 Prozent der Anteile von Thomas Cook. An der Börse scheint ein Verkauf des Konzerns begrüßt zu werden, die Aktien stiegen am Dienstag (23. April) deutlich. Doch: Was bedeutet das Ganze für den potenziellen Verkauf des Fluggeschäfts, zu dem auch der deutsche Ferienflieger Condor gehört?

Beschleunigt sich der Airlineverkauf?

Thomas Cook Group selbst kommentiert die aktuellen Gerüchte nicht. Doch sollte die Fosun Group oder ein anderer mächtiger ausländischer Investor tatsächlich ernsthaft interessiert sein, könnte das den Verkaufsprozess der Fluglinien beschleunigen. Denn: Gehören die Airlines zur Gruppe, steht das einem Verkauf des Tourismusunternehmens im Weg. Der Grund dafür ist EU-Gesetzgebung. Diese verbietet es ausländischen Investoren, die Mehrheit an EU-Airlines zu besitzen. Maximal 49 Prozent dürfen von Nicht-EU-Investoren gehalten werden. Eine schnelle Abspaltung der Fluggesellschaften könnte also im Interesse von Thomas Cook liegen, sollte man einen Gesamtinvestor außerhalb der EU bevorzugen.

Bisher wurde immer ein Verkauf oder Teilverkauf erwähnt – neben der Option, das Airline-Geschäft auch zu behalten. Diverse Konzerne haben bereits Interesse bekundet, wobei nicht klar ist, wer was mit den Fluggesellschaften vorhaben könnte. Von Lufthansa hatte es etwa geheißen, dass man am Langstreckenarm von Condor interessiert sei. Tui hat dagegen erklärt, kein Interesse an Condor und Thomas Cook Airlines zu haben.

Slots verscherbeln?

Wie Richard Clarke vom Analysehaus Bernstein gegenüber der Zeitung Financial Times erklärt, könnte es auch möglich sein, dass Thomas Cook einfach Start- und Landerechte (Slots) und Flugzeuge verkauft, um den Verkauf des Reisegeschäfts schnell über die Bühne zu bringen. Doch ob das aus finanzieller Sicht wirklich schlau wäre, ist fraglich. So erklärte etwa Condor-Chef Ralf Teckentrup erst kürzlich im Interview mit aeroTELEGRAPH: «Der Thomas-Cook-Konzern hat ja selbst klar gesagt, dass die Fluggesellschaften dauerhaft und seit vielen Jahren Geld verdienen und das egal, ob der Ölpreis hoch oder tief ist, egal, wie der Dollar steht und egal, ob die Angst vor dem Brexit umgeht. Irgendwas machen wir also richtig.»

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