Mit einem modernen Flieger zeigt sich Dana Air im Netz: Flotte besteht aber aus alten MD83.

Streit um Dana Air

Im Juni crashte eine MD-83 der Airline. Nun hob Nigeria deren Flugverbot wieder auf. Das ärgert viele.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Gerade drei Monate ist es her, dass eine Maschine von Dana Air beim Landeanflug in ein Wohngebiet von Lagos stürzte. Die MD-83 hatte zuvor beide Motoren verloren. Mindestens 159 Menschen starben beim Unglück, davon 149 an Bord. Die Nigerian Civil Aviation Authority entzog der Airline daraufhin die Flugerlaubnis. Doch am 5. September setzte die Regierung die Lizenz wieder in Kraft. Eine Überprüfung auf technischer, betrieblicher und finanzieller Ebene habe zufrieden stellende Resultate erbracht, so Transportministerin Stella Oduah gegenüber dem Fernsehsender Channels TV. Es sei ein Fehler gewesen, Dana Air lahmzulegen. Das sei in der Branche nicht üblich. Normalerweise führe man zuerst eine genaue Untersuchung durch, bevor man Maßnahmen treffe.

Dana Air muss nun den Zertifizierungsprozess nochmals durchlaufen, bevor sie wieder abheben darf. «Wir stecken bereits mitten drin. Wir führen auch Auffrischungskurse für unsere Kabinenbesatzung durch und betreuen sie immer noch psychologisch», erklärte Unternehmenssprecher Tony Usidamen gegenüber der Zeitung The Nation. Drei Flugzeuge stünden derzeit am Murtala Muhammed Airport in Lagos bereit, zwei weitere würden gerade in Istanbul revidiert. Die Flotte von Dana besteht vollständig aus MD-83. Man werde schon bald wieder abheben, so Usidamen.

Hinterbliebene empört

Die Hinterbliebenen finden das skandalös. «Die Herzen der Verunfallten bluten noch immer und das wurde nicht in Betracht gezogen» sagte Obinna Ajuonuma. Er verlor seinen Vater beim Absturz. «Der Luftfahrtminister nimmt seine Verantwortung nicht wahr. Es gibt kein Resultat der Untersuchung, es gibt kein Gerichtsurteil, absolut nichts», so der junge Mann gemäß der Zeitung Daily Times. Ob es je eine genaue Analyse zum Unfall geben wird, ist derzeit unklar. Das Oberste Gericht Nigerias stoppte am 13. September die laufenden Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft sei gar nicht befugt, Flugzeugabstürze zu untersuchen, rügte eine Gruppe von Nigerianern. Nun wurde der Fall bis zum 28. September auf Eis gelegt.

Mehr zum Thema

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Visualisierung einer Boeing 747 von Can Am: Gelingt der Aufbau einer Jumbo-Jet-Flotte?

Deutscher will USA, Kanaren und Afrika mit neuer Airline verbinden - mit Boeing 747 mit reiner Business Class

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

Video

Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert
Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil