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Croatia: Finanzspritze vom Staat

Der Staat verpasst der Nationalairline eine kräftige Finanzspritze. Gerade noch rechtzeitig vor dem EU-Beitritt des Landes.

Croatia Airlines

Croatia-Jet: Mehr Wettbewerb auf profitablen Routen

Schon 2013 will Croatia Airlines wieder profitabel sein. Derzeit scheint sie zumindest auf einem guten Weg dahin zu sein. In den ersten neun Monaten des Jahres verbuchte die kroatische Fluggesellschaft zwar einen Verlust von rund 1,3 Millionen Euro. Doch gegenüber rund 5,2 Millionen in der Vorjahresperiode ist das schon eine massive Verbesserung. Um die Kosten zu drücken, verabschiedete das Management einen Restrukturierungsplan, der unter anderem vorsieht, in den nächsten Jahren jede zehnte der 1130 Stellen zu streichen.

Croatia ist die einzige Airline des Landes an der Adria und Mitglied der Star Alliance. Vor allem Touristen transportiert sie an die idyllische Küste des Landes. Nebenher reisen auch immer mehr Geschäftsleute nach Kroatien. Von Januar bis September waren es rund 1,6 Millionen Reisende. Doch im nächsten Jahr schon dürfte sich der Wettbewerb in der Luft deutlich verschärfen. Wie das Nachrichtenportal Balkans.com berichtet, kommt mit British Airways auf der profitablen Route von Zagreb nach London ein starker Konkurrent auf den Markt. Das setzt Croatia unter Druck.

Auch politischer Hintergrund

Um trotz des Wettbewerbs zu bestehen, erhält Croatia nun von der Regierung nun eine kräftige Finanzspritze von rund 106 Millionen Euro. Rund 86 Millionen sollen dazu dienen, die Schulden der Fluggesellschaft zu begleichen. Die restlichen 20 Millionen sind dazu da, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dass die Hilfen nun beschlossen wurden, hat auch einen politischen Grund. Im kommenden Juli wird Kroatien Mitglied der Europäischen Union. in Der EU sind Finanzhilfen zwar erlaubt, aber unter stärkeren regulatorischen Auflagen. Diese umgeht Kroatien nun knapp vor dem Jahrewechsel.



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