Passagierin am Flughafen: Aktuell erscheinen viele gar nicht dort.

CoronavirusCoronavirus sorgt für gigantische No-Show-Raten

Die Angst ist groß unter den Reisenden. Manche Airlines erleben, dass die Hälfte der Passagiere gar nicht zum Flug erscheint. Daran sind sie mitunter aber auch selbst schuld.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Was in der chinesischen Metropole Wuhan begann, wirbelt die Luftfahrt ordentlich durcheinander. Immer mehr Fluggesellschaften müssen wegen der Coronavirus-Epidemie Sparmaßnahmen verkünden, weil viele Sitze ihrer Flugzeuge leer bleiben. Lufthansa etwa legt bis zu 23 Langstreckenflieger still und kürzt die Kapazität auf der Kurzstrecke um bis zu ein Viertel, weil Umsteigepassagiere fehlen.

Gewisse Fluggesellschaften erleben gemäß der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung Iata wegen der Angst vor der vom Virus ausgelösten Covid-19-Krankheit auch gerade eine extrem hohe No-Show-Rate von 50 Prozent. Das heißt, dass die Hälfte der gebuchten Passagiere gar nicht erst am Flughafen erscheint. Das sind mehr als 30 Mal so viele wie üblich.

No-Shows gibt es immer

Dass Reisende ihren Flug nicht antreten, ist normal. Die meisten Airlines überbuchen deshalb ihre Flüge - so können sie ihre Flieger immer optimal füllen. Der Anteil der Nicht-Erscheiner ist von der Art der Fluggesellschaft, vom Passagiermix und von der Destination abhängig. Als Richtwert rechnet man mit 1 bis 1,5 Prozent.

Schuld an den vielen No-Shows sind indes auch die Airlines selbst. Mit ihren billigsten Tarifen habe sie die Passagiere daran gewöhnt, dass bei einem Nichtantreten der Reise der Flug verfällt. Dabei wären zumindest im Voraus bezahlte Steuern, Gebühren und personenbezogene Zuschläge rückerstattungspflichtig. Eine Absage durch den Reisenden würde die Planungssicherheit für die Fluglinien erhöhen.

Neu buchen mitunter billiger

Zudem kann es für die Kunden manchmal günstiger sein, einen neuen Flug zu buchen und dann alten verfallen zu lassen statt ihm umzubuchen. Oder im Extremfall kann eine Stornierung sogar etwas kosten. Da entscheiden sich viele dafür, gar nicht erst am Flughafen zu erscheinen.

Mehr zum Thema

Privatjet: Bis zu 90 Prozent mehr Anfragen nach Ausbruch des Coronavirus.

Coronavirus lässt Privatjet-Nachfrage ansteigen

Asiatische Passagierin: Sinkende Zahlen bei Airlines.

Coronavrius kommt asiatische Airlines teuer zu stehen

Airbus A350 of Lufthansa.

Lufthansa legt zehn weitere Flugzeuge still

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack