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Coronakrise

Nachfrage nach Prachtern hat wohl Höhepunkt erreicht

Es heben wieder mehr Passagierflieger ab. Damit steigen auch die Frachtkapazitäten. Doch noch immer werden viele Hilfsfrachter eingesetzt.

Lufthansa Technik

Provisorische Frachtkabine in einem Passagierflieger: Kartons statt Sitze.

Viele hielten den Begriff anfangs für einen Tippfehler, mittlerweile hat das Kofferwort in der Branche und bei Enthusiasten längst die Runde gemacht. Mit Prachter sind Passagierflugzeuge gemeint, die zu Hilfsfrachtern umgebaut worden sind. Viele Fluglinien reagierten mit dieser Lösung inmitten der Coronakrise auf den plötzlichen Einbruch von Frachtkapazitäten – sogar ein Airbus A380 wurde provisorisch umgemodelt.

Allmählich läuft der Flugverkehr wieder an. Damit wachsen auch wieder die Frachtkapazitäten. Vor Corona wurde etwa die Hälfte der mit Flugzeugen transportierten Güter in den Laderäumen von gewöhnlichen Passagierflugzeugen transportiert – laut Experten war diese Tendenz steigend. Und noch immer steigt derzeit die Zahl der Flugzeuge, die als Prachter zum Einsatz kommen.

Drei- und vierstellige Zahlen

Dies ergab eine Analyse des Portals Cargofacts. Anfang dieses Monats befanden sich 130 Hilfsfrachter im Einsatz. Auch die Zahl der Passagierflugzeuge, die ohne Umbauten nur für den Gütertransport eingesetzt werden, ist angestiegen. Laut dem Portal sind es hier derzeit etwa 1800 Flugzeuge.

Doch lange geht der Trend nicht so weiter. Einerseits sind bereits wieder mehr Passagierflugzeuge im Einsatz, die auch Fracht transportieren können. Innerhalb der als volatil geltenden Luftfrachtbranche wird mit einer baldigen Sättigung der Nachfrage gerechnet. «Wir haben den Höhepunkt für Europa und die USA erreicht», sagte der Chef des Luftfracht-Dienstleisters Air Charter Service im Mai.



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