Boeing 737 von Corendon: Die Probleme entstehen oft an größeren Airports.

FlughafenchaosCorendon streicht rund 1500 Flüge

Auch die türkische Fluggesellschaft stolpert über die Probleme an den europäischen Flughäfen. Daher dünnt Corendon ihren Flugplan jetzt deutlich aus.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Lufthansa streicht Tausende Flüge, British Airways ebenso und das sind nur zwei Beispiele. Personalmangel an den Flughäfen und teilweise auch bei den Airlines selbst führen dazu, dass viele europäische Fluggesellschaften gerade ihr Programm ausdünnen. Sie wollen so einen schmaleren, aber dafür stabileren Betrieb erreichen.

Auch die türkische Corendon Airlines, die auch Ableger auf Malta und in den Niederlanden hat, geht nun diesen Schritt. «Seit Wochen gibt es Probleme an vielen europäischen Flughäfen und das können wir nicht bis Ende Oktober durchhalten», erklärt Thomas Braun, Deutschland-Chef der Airline, im Gespräch mit aeroTELEGRAPH.

Probleme entstehen an großen Drehkreuzen

Man habe beschlossen, den Flugplan zu entzerren. «Wir streichen von August bis Oktober in unserem gesamten Netzwerk rund 15 Prozent unserer touristischen Flüge und 25 Prozent der Flüge im ethnischen Verkehr», so Braun. «Insgesamt fallen rund 1500 Flüge weg.»

Betroffen sind davon beispielsweise sechs Verbindungen am Flughafen Münster/Osnabrück, wie zuerst die Zeitung Westfälische Nachrichten berichtete. Dabei entstehen die Probleme oft gar nicht bei den regionalen Flughäfen, sondern an den großen europäischen Drehkreuzen wie etwa Amsterdam oder London-Heathrow. Aber es folgen Kettenreaktionen.

Manchmal muss das Gepäck zurückbleiben

«Ein Problem ist unsere hohe Taktung», erklärt Braun. «Ein Flieger startet beispielsweise morgens pünktlich in Antalya, hat dann aber tagsüber durch Abfertigungsprobleme an großen europäischen Hub-Airports so viel Verspätung, dass er abends an einem deutschen Regionalflughafen gar nicht mehr landen darf.» Die Cockpitcrew könne dies teilweise nur verhindern, indem sie beispielsweise ohne Gepäck oder ohne alle Fluggäste losfliege.

Corendon selber hat laut Braun keine größeren Personalprobleme. «Wir haben zwar einen erhöhten Corona-Krankenstand, aber das ist nicht ursächlich für die aktuellen Probleme», so der Manager, «denn wir waren vorbereitet und haben genügend Personal vorgehalten.»

Noch keine Streichung für den Winter

Bisher nimmt Corendon nur Streichungen im Sommerflugplan vor, der bis Ende Oktober gilt. «Für den Winterflugplan sind bisher keine Anpassungen geplant, aber da haben wir eh schon sehr konservativ geplant», sagt Braun.

Mehr zum Thema

Lufthansa streicht weitere 2000 Flüge

Lufthansa streicht weitere 2000 Flüge

British Airways streicht über 10.000 weitere Flüge

British Airways streicht über 10.000 weitere Flüge

Yildiray Karaer: «Die Boeing 737 Max ermöglicht es uns, über weiter entfernte Ziele nachzudenken, wie etwa die Kapverden oder Dubai.»

«Boeing 737 Max 8 ermöglicht Corendon neue Ziele wie Dubai»

Fan und Pilot tanzen: Vorfreude auf die Fußball-WM.

Corendon-Pilot tanzt mit Curaçao-Fan vor Boeing 737 Max

Video

starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack
cessna usa 250
Manchmal zeichnet ein Flugzeug mit seinem Flugverlauf ein Herz oder einen einfachen Schriftzug an den Himmel. Zum 250. Am Unabhängigkeitstag der USA hat eine Cessna R182 nun auch so etwas getan - aber auf einem anderen Level.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flugzeuge am Wilson Airport: 41 Flugzeuge um den Flughafen sind zu hoch und sollen abgerissen werden.
Flughafen Nairobi-Wilson
Rund um Kenias wichtigsten Inlandsflughafen sind in den vergangenen Jahren Dutzende Gebäude entstanden, die den Luftraum verletzen. Der Senat fordert nun den Abriss, die Regierung will lieber die Flugrouten zum Flughafen Nairobi-Wilson ändern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies