Die venezuelanische Fluggesellschaft Conviasa musste nach einem Absturz im vergangenen September alle 26 Flugzeuge für zwei Wochen am Boden behalten.

Die Problemflotte von Conviasa

Die venezolanische Staatsairline will zwanzig Jets von Embraer kaufen. Das löst aber ihr allergrößtes Problem nicht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Nachricht wurde mit großem Brimborium im staatlichen Fernsehen verkündet. Die Regierung verhandle mit dem brasilianischen Flugzeugbauer Embraer über den Kauf von zwanzig Flugzeugen für Conviasa, erklärte Transportministerin Elsa Gutiérrez während einer bekannten Nachrichtensendung. Um welchen Flugzeugtyp es sich handle und welchen Zeithorizont man dabei im Auge habe ließ sie unbeantwortet. Umso mehr erklärte sie, weshalb der Staat die Jets für seine Airline kaufen wolle. Die Fluggesellschaft werde damit nationale Routen abdecken, welche die privaten Airlines für nicht rentabel hielten. «Wir werden diese Destinationen mit solidarischen Preisen bedienen» so die Ministerin gemäß dem TV-Sender Venezolana de Television weiter.

Ein paar Tage zuvor hatte bereits Präsident Hugo Chávez angekündigt, man wolle zwanzig Flugzeuge aus Brasilien kaufen. Er nannte damals den Typ Embraer 190AR. Und er erklärte, die Jets würden für Flüge in die Karibik eingesetzt. So oder so: Für Ministerin Gutiérrez sind Verhandlungen wie mit Embraer der Weg vorwärts für die 2004 gegründete Conviasa (Consorcio Venezolano de Industrias Aeronáuticas y Servicio Aéreo). Auf gleiche Art und Weise wolle man auch zu neuen Langstreckenflugzeugen kommen. Mit jenen neuen Fliegern werde man dereinst dann auch alle internationalen Vorschriften erfüllen können. Derzeit besteht die Langstreckenflotte aus einem Airbus A340-200, der nach Buenos Aires, Damaskus und Madrid eingesetzt wird.

Über 70 Unfälle

Das allergrößte Problem von Conviasa aber wird weder mit neuen Embraer noch mit neuen Langstreckenfliegern gelöst. Die Staatsairline hat eine Flotte, die aus Fliegern von nicht weniger als fünf verschiedenen Herstellern besteht. Neben dem Airbus besitzt Conviasa drei Typen an ATR, zwei Typen von Boeing B 737 und einen Bombardier CRJ-700. Das ist nicht nur teuer, sondern erhöht auch das Risiko. «Man braucht technische Kenntnisse, Ersatzteile, Besatzungen für jede Marke», erklärte ein Vertreter der venezolanischen Luftfahrtbranche der Zeitung El Nacional. Seinen Namen nennen wollte er nicht. Laut einer Statistik der Organisation Rescate Humboldt gab es in diesem Jahr in Venezuela bisher schon mehr als 74 Flugunfälle, wie Latina Press berichtet.

Mehr zum Thema

ticker-venezuela

Easa warnt vor Risiken im Luftraum von Venezuela

Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.

Boeing 757 flog Nicolás Maduro nach New York

kc 135 stratotanker

Militärflugzeuge aus den USA schalten vor Aruba und Curaçao künftig Transponder ein

Bildschirmfoto 2025-12-16 um 155349

Iran wartet Flugzeuge aus Venezuela

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack