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Hohe Kosten

Condor reduziert Wet-Leases

Der deutsche Ferienflieger will einen zweiten Chaos-Sommer vermeiden. Deshalb nimmt Condor verschiedene operative Änderung vor und stärkt die Flotte.

Condor

Glückliche Miss-Germany-Kandidatinnen vor Condor-Flugzeug: Trotz Verspätungschaos kamen sie diesen Sommer pünktlich zur Wahl.

Verspätungen sind für Passagiere ärgerlich. Sie können dazu führen, dass der lang ersehnte Urlaub spürbar kürzer ausfällt und erst noch mit einem ziemlichen Ärgernis beginnt. Im vergangenen Sommer mussten das viele deutsche Reisende erleben. Fehlplanungen bei den Fluggesellschaften, vermehrte Unwetter, Engpässe bei der Flugsicherung und Streiks ließen die Zahl verspäteter Flüge in die Höhe schnellen.

Für die Fluggesellschaften ist das teuer. Condor entstand wegen dem Chaos-Sommer Dutzende Millionen an Mehrkosten. Einerseits musste der Ferienflieger wie seine Konkurrenten kurzfristig teuere Erstaflugzeuge anmieten, um die Situation zu entspannen. Andererseits musste sie den Reisenden Entschädigungen zahlen.

Mehr eigene Flugzeuge

Das soll sich kommenden Sommer nicht mehr wiederholen. «Unser Fokus für 2019 liegt darauf, das im Jahr 2018 erreichte Wachstum nachhaltig zu festigen, unser kundenbezogenes Angebot zu stärken und unsere operative Leistung zu verbessern», sagt Christoph Debus, Chef der Airlines der Thomas-Cook-Gruppe. Man habe als Vorsichtsmaßnahme den Flugplan in der Hochsaison «umsichtig geplant», meint er weiter.

Condor erklärt, man habe kritische Flüge identifiziert, könne nun Ersatzflugzeuge flexibler zur Verfügung stellen und habe auch die Kommunikation der eigenen Mitarbeiter und der Kunden verbessert. Zudem brauche man 2019 viel weniger Hilfe von Wet-Lease-Partnern. Dank den beiden neuen Töchtern Thomas Cook Aviation (Deutschland) und Thomas Cook Airlines Balearics (Spanien) hat Condor mehr Ersatzflugzeuge zur Verfügung. Das Anmieten von Flugzeugen mit Crews ist bei Passagieren nicht sehr beliebt, da sie dann mit einer anderen Fluglinie fliegen als erwartet.

Der große Test kommt noch

Der Lackmustest, der folgt indes erst: Er beginnt am 31 März 2019 und dauert bis zum 27. Oktober.



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