Cockpit der C-Series: Sitzen bald Chinesen am Side Stick?

GesprächeComac will bei Bombardier einsteigen

Der chinesische Hersteller prüft eine Beteiligung an der Passagierflugzeugsparte oder am C-Series-Programm der Kanadier. Comac und Bombardier arbeiten schon länger zusammen.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die beiden Unternehmen arbeiten schon seit sechs Jahren zusammen. 2011 unterzeichneten Bombardier und Comac ein strategisches Abkommen. Die beiden Flugzeugbauer vereinbarten, sich beim Marketing und Kundendienst in ihren Kernmärkten gegenseitig zu unterstützen. Zugleich wollten sie Möglichkeiten ausloten, um Synergien bei ihren neuesten Flugzeugprogrammen C-Series und C919 auszuschöpfen.

Konkret stellten sich der kanadische und der chinesische Flugzeugbauer damals vor, dass es Gemeinsamkeiten bei der C-Series und der C919 gibt, welche man beim Bau und der Weiterentwicklung der Flieger ausnutzen könnte. Zudem war angedacht, teilweise gemeinsam einzukaufen und bei weiteren Flugzeugmodellen zusammenzuarbeiten. Viel bemerkt von der Kooperation hat man - zumindest von außen betrachtet – bisher nicht. Doch nun könnte sich das ändern.

«Alles ist möglich»

Wie die Wirtschaftszeitung Financial Times berichtet, hat Comac eine Bank als Berater eingeschaltet. Ihre Aufgabe ist es, eine Beteiligung an Bombardiers Passagierflugzeugsparte oder dem C-Series-Programm zu prüfen. Mehrere an den Gesprächen beteiligte Personen sollen dem Blatt dies bestätigt haben. «Alles ist möglich» so eine davon.

Sinn würde der Schulterschluss machen. Comac hat eben den Erstflug ihrer C919 über die Bühne gebracht. Bombardiers C-Series fliegt in den Varianten CS100 und CS300 seit Monaten bei den Erstbetreibern Swiss und Air Baltic. Dennoch hagelt es keine Orders für den neuen kanadischen Kurz- und Mittelstreckenflieger. Ein Marktzugang in China würde da sehr helfen. Gemeinsam hätten die beiden Flugzeugbauer zudem ein globales Portfolio an Produkten, sie könnten Synergien heben und günstiger einkaufen und sie hätten auch mehr Kapital.

C-Series ist halbstaatlich

Vergangenes Jahr musste Bombardier 49,5 Prozent des C-Series-Programms an die Staatsholding Investissement Québec verkaufen. Zuvor drohte dem Konzern das Geld auszugehen. Im Februar half auch noch die Zentralregierung Kanadas Bombardier. Sie lieh dem Flugzeugbauer 372,5 Millionen Dollar. Comac ist bereits staatlich und China fehlt es bekanntlich an einem nicht: Geld.

Mehr zum Thema

haikou china

Condor nimmt Flüge zu zweitem Ziel in China auf

ticker-china

Video: China testet unbemanntes Frachtflugzeug

Airbus a330 von China Eastern im Hintergrund steht ein Flugzeug von Japan Airlines: Chinesische Airlines erleben derzeit eine Stornierungswelle für Japan-Flüge.

Chinesische Airlines annullieren massenweise Japan-Flüge

ticker-china

Erfahrung vom Flughafen Hongkong soll China bei Airport-Projekten in Äthiopien, Indonesien und Kenia helfen

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies