Airbus A320 Neo von Lufthansa: Auch City Airlines bekommt etliche der Jets.

Neue Lufthansa-TochterCity Airlines bekommt 2025 im großen Stil Airbus A320 Neo

Nur in diesem Jahr wird der Airbus A319 die Flotte von City Airlines dominieren. Für 2025 hat Lufthansa ihrer neuen Tochter bis zu neun werksneue A320 Neo zugeteilt.

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Zuerst sah es so aus, als würde Lufthansas neue Fluglinie namens City Airlines in den kommenden Jahren eine reine Airbus-A319-Betreiberin, bevor dann ab 2026 Airbus A220-300 zur Flotte stoßen. Im April wurde aber bekannt: City Airlines wird auch mit A320 Neo fliegen. Details zu diesen Flottenplänen nannte der Luftfahrtkonzern aber zunächst nicht.

Jetzt wird klar: Der erste A320 Neo soll - neben drei A319 - schon zum Start in zwei Wochen bereit sein. Der Flieger, der von Lufthansa Cityline kommt, befinde ich aktuell in der Bemalung, sagte Jens Fehlinger am Montag in einem Mediengespräch in Frankfurt. Fehlinger ist operativer Chef sowohl von Cityline als auch von City Airlines. Der erste A320 Neo sei «vorgesehen für den operativen Start am 26. Juni», sagte der Manager, der auch selber aktiver A320-Pilot ist, auch wenn nur noch rund einen Einsatz pro Monat schafft.

Bis zu neun A320 Neo im nächsten Jahr

Im Laufe des Jahres 2024 erhält City Airlines ihren vierten A319, aber 2025 wird ein A320-Neo-Jahr. «Wir freuen uns nächstes Jahr - so die Planung - auf wahrscheinlich acht bis neun A320 Neo, frisch vom Werk von Airbus, sofern sie pünktlich kommen», so Fehlinger.

Diese Jets stammen aus der Bestellung der Lufthansa-Gruppe bei Airbus und gehören zur sogenannten Grauen Flotte. Damit sind Flugzeuge gemeint, die der Konzern bestellt, aber noch nicht für eine bestimmte Fluglinie vorgesehen hat. Sie werden nach und nach den Airlines zugeteilt. Brussels Airlines verhandelt aktuell etwa mit dem Mutterkonzern über die Zuteilung weiterer A320 Neo. City Airlines hat nun acht bis neun zugeteilt bekommen.

«Gespräche mit allen Gewerkschaften»

Fehlinger erklärte, dass es auch weitere A319-Einflottungen geben könnte, das hängt aber davon ab, wie das Wachstum verläuft. Was das Personal angeht, bietet City Airlines zum Start in München laut dem Chef insgesamt 200 Arbeitsplätze in Cockpit und Kabine. «Davon sind 70 besetzt», so Fehlinger. Weitere 300 Kandidatinnen und Kandidaten befänden sich in Auswahl- und Besetzungsgesprächen. Im kommenden Jahr sollen weitere 400 Stellen dazukommen. Auch im Anschluß soll das Wachstum weitergehen.

«Wir sind noch untarifiert, aber in Tarifierungsgesprächen mit allen Gewerkschaften», so der City-Airlines-Chef. Gemeint sind die Vereinigung Cockpit, Ufo und Verdi.

«Wir schauen sehr stark auf Produktivität»

Auf die Frage, wieso City Airlines überhaupt Lufthansa Cityline als Flugbetrieb ersetzen wird, sprach Fehlinger von «Restriktionen tariflicher Art», etwa bei der Flottengröße oder der Anzahl der Sitze pro Flugzeug. Mit Blick auf das Personal sagte er: «Wir schauen sehr stark auf das Thema Produktivität, das ist für uns ein ganz großer Hebel.»

Dies könnte - auch wenn Fehlinger das so nicht sagte - womöglich darauf hinauslaufen, dass Crewmitglieder, die von Cityline zu City Airlines wechseln, zwar keine wesentlichen Gehaltseinbußen erwarten, aber für das gleiche Geld mehr arbeiten müssen. Das hängt allerdings natürlich auch von den Tarifverhandlungen ab. Bei diesen könnten der Fluggesellschaft Verhandlungen mit konkurrierenden Gewerkschaften in die Karten spielen.

Berlin, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Köln

Zum Streckennetz von City Airlines sagte Fehlinger: «In den nächsten Tagen, Wochen und Monaten wird man uns primär auf innerdeutschen Strecken sehen.» Dies geschehe auch zu Trainingszwecken für die Crews. Die Jets der Fluglinie würden etwa an den Flughäfen Berlin, Hamburg, Hannover, Düsseldorf und Köln/Bonn zu sehen sein.

Der erste A320 Neo soll besonders zu den ersten internationalen Zielen Birmingham, Manchester und Bordeaux eingesetzt werden. «Mehr europäische Ziele werden 2025 mit mehr A320 Neos folgen», so der Manager. Dann ist auch der Start in Frankfurt geplant.

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