700 Millionen Passagiere jährlich sollen Chinas Flughäfen bald aufnehmen.

Nachschub für Chinas Luftfahrt

Chinas Airlines brauchen 2500 neue Jets. Nur einer der beiden großen Flugzeugbauer kann sich darüber wirklich freuen.

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Die Volksrepublik will eine Nation mit eigener Flugzeugbauindustrie werden. Mit der Turbopropmaschine MA 600 versucht das Land, den Markt für Kurztreckenflieger aufzurollen, mit der zweistrahligen Cumac C919 den für Mittelstreckenflieger. Doch ohne externe Hilfe geht es nicht. Bis 2015 will das Land 2500 Flugzeuge aus dem Ausland kaufen und so die gesamte Flotte im lande auf 4500 erhöhen. Mehr als 300 Flieger im Jahr sollen neu dazu kommen, prognostiziert Li Jiaxiang, Direktor für die zivile Luftfahrt des Landes gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua. Bis dahin werden die nationalen Flieger nicht zur Verfügung stehen.

Auch bei den Flughäfen will China massiv ausbauen. Das Land baut 70 neue Flughäfen und renoviert die 101 bestehenden. Schon Ende 2020 sollen es 240 sein, wie China.org berichtet. 700 Millionen Passagiere im Jahr sollen diese dann aufnehmen können. Und das wird auch nötig sein: Was die Zahl der beförderten Passagiere angeht, liegt die Volksrepublik momentan weltweit auf Platz sieben. Aber der Markt wächst weiter. Weltweit sollen es laut Prognosen der internationalen Luftfahrtagentur Iata 2015 877 Millionen Passagiere mehr sein als noch 2010. Etwa ein Viertel davon werden dann aus China stammen. Was die per Frachtflug transportierten Güter angeht, liegt das Land sogar auf dem vierten Platz. Für Li Jiaxiang Grund genug, die Flotten der Airlines des Landes aufzustocken.

Wer profitiert?

Doch wer davon profitiert, ist noch fraglich. Der Streit um die Klimaschutz-Abgabe, die die Europäische Union neuerdings auch von Airlines verlangt, macht es für Airbus schwer. China wehrt sich schon länger gegen die Abgabe. Auch mit Konsequenzen hat das Land gedroht - und diese zumindest zum Teil auch umgesetzt: Die Kosten seien für die Airlines nicht tragbar, heißt es. Erst kürzlich stornierte die Airline China Eastern eine Bestellung über 15 A330-Langstreckenjets von Airbus und kaufte stattdessen 20 Boeing B777s.

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