Businessjet von Avic: China hat auch die Geschäftsfliegerei im Visier.

AmbitionenChinas erster Businessjet nimmt Gestalt an

Seit Jahren plant der chinesische Staatskonzern Avic ein Geschäftsflugzeug. Die Fortschritte blieben überschaubar. Nun gibt es endlich erste Spezifikationen.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Der Plan wird schon lange gehegt. China will einen eigenen Businessjet herstellen und so auch in diesem Segment des Flugzeugbaus Fuß fassen. Bislang blieb es jedoch immer bei vagen Aussagen. An der Airshow in Zuhai hat Chengdu Aircraft, die Rüstungstochter der staatlichen Aviation Industry Corporation of China Avic, nun aber erstmals genauere Informationen zum Projekt bekanntgegeben.

Demnach strebt man für den bisher erst als Modell existierenden Flieger eine Reichweite von 8050 Kilometern an. Der Avic New Generation Business Jet - der erste aus dem kommunistischen Land - soll laut Hersteller knapp 25 Meter lang werden und eine Spannweite von ebenfalls rund 25 Metern aufweisen. Angepeilt werde eine hohe Geschwindigkeit von Mach 0,85 (rund 916 Kilometer pro Stunde auf normaler Reiseflughöhe) und eine Nutzlast von 2,2 Tonnen, so Avic weiter.

Schwierige Partnersuche

Bereits bei der Reorganisation von Avic im Jahr 2008 wurde Chengdu Aircraft nach dem Vorbild von Dassault die Entwicklung von Kampfjets und großen Businessjets zugeteilt. 2012 wurde in Zuhai erstmals ein Modell gezeigt. Doch die Suche nach ausländischen Partnern gestaltete sich schwieriger als gedacht. Dassault und Bombardier hätten den Chinesen eine Absage erteilt, berichtete das Fachmagazin Aviation Week. Und auch Gulfstream zeigte kein Interesse an einer Zusammenarbeit.

Dassault-Falcon-Chef Jean Rosanvallon sah 2014 «keinen wirtschaftlichen Nutzen» in einer Kooperation. Die Gefahr, einen Konkurrenten heranzuzüchten, wiegt für die ausländischen Flugzeugbauer schwerer, als die Chance eines erleichterten Marktzugangs für die eigenen Produkte in China.

Unrealistischer Zeitplan

Für die Regierung in Peking stand der Bau von Businessjets lange ebenfalls nicht unbedingt im Vordergrund. Einerseits hält sich der strategische Nutzen einer Eigenproduktion in Grenzen. Und andererseits lässt sich der Bau von Flugzeugen für superreiche Privatleute nur schwer mit der Staatsideologie vereinbaren.

Trotz aller Hindernisse: Offiziell will Avic 2020 mit der Auslieferung des Fliegers beginnen. Dass dieser Zeitplan eingehalten werden kann, scheint beim heutigen Stand des Projekts aber beinahe ausgeschlossen.

Mehr zum Thema

Der umlackierte Airbus A319: Trägt nun den Schriftzug Xizang Airlines.

Heißt Tibet Airlines bald nicht mehr Tibet Airlines?

ticker-china

China bestätigt Bestellung von 200 Flugzeugen bei Boeing

Boeing 787: Auch dieses Modell dürfte in der Order aus China enthalten sein.

Boeing ist zurück im Spiel mit China - aber kleiner und geheimnisvoller als erwartet

ticker-china

China sperrt großflächig Luftraum – ungewöhnlich lange Dauer sorgt für Rätsel

Video

airbus a380 flightlab 2 jayn
Airbus hat einen A380 aus Abu Dhabi zurück nach Europa geholt und ihm in Irland eine neue Lackierung verpasst. Bevor er für Triebwerkstests umgerüstet wird, absolvierte der Riesenflieger nun einen tiefen Überflug über den Flughafen Toulouse-Blagnac.
Timo Nowack
Timo Nowack
Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin