Iljuschin Il-86: Russland und China produzieren zusammen ein Nachfolgemodell.

Russland und China bauen neuen Jet

Die aufstrebenden Länder machen ernst. Russland und China wollen mit einem neuen Langstreckenflugzeug für 400 Passagiere Airbus und Boeing angreifen.

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Es soll der Anfang einer großen gemeinsamen Zukunft sein. China und Russland unterzeichneten am Dienstag (20. Mai) in Schanghai einen Vertrag über den Bau eines neuen Langstreckenjets. Das Großraumflugzeug soll rund 400 Passagiere fassen. Es wird von der russischen United Aircraft Corporation zusammen mit der chinesischen Commercial Aircraft Corporation Comac entwickelt. Bis im Sommer schon wollen die beiden Konzerne ihren Regierungen eine Machbarkeitsstudie vorlegen.

Seit zwei Jahren arbeiten die Luftfahrtkonzerne der beiden Länder im Geheimen am Projekt. Erstmals angekündigt wurde es beim Staatsbesuch von Wladimir Putin in Peking im Herbst 2011. Nun scheint es schon recht konkret zu sein. Denn China und Russland kündigten selbstbewusst an, mit dem neuen Flieger Airbus und Boeing unter Druck zu setzen, wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass meldet.

Weitere Modelle sollen folgen

Das neue Langstreckenflugzeug soll nur der Anfang sein. Die beiden Länder planen, darauf aufbauend weitere Modelle anzubieten. Die Nachfrage sehen sie als groß an. «Wir rechnen mit einem substanziellen Marktanteil in Russland und China», so United Aircraft Corporation in einer Medienmitteilung. Alleine in China rechnet man gemäß der Zeitung Kommersant mit 1000 Bestellungen.

Dass die Länder auf einen Langstreckenflieger setzen, kommt nicht von ungefähr. Russland kann den neuen Sukhoi Superjet anbieten. Er ist indes lediglich auf Kurzstrecken einsetzbar. Die MS-21 ist ein Kurz- und Mittelstreckenjet. Auch die chinesische ARJ21 ist für kurze Flüge vorgesehen, die größere chinesische Comac C919 it ein Mittelstreckenflieger. Beiden Nationen fehlt bislang ein Langstreckenflugzeug in ihrer Produktpalette.

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