Situationsplan in Barajas: Die Maschine scherte rechts von der Piste aus und zerschellte.

Chaos kostete sieben Leben

Die Rettungskräfte arbeiteten beim Unfall eines Spanair-Jets auf dem Flughafen Madrid 2008 unkoordiniert. Das zeigt ein neuer Bericht.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es sind harte Schussfolgerungen, die im Bericht der Opfervereinigung von Flug JK5022 gezogen werden. Auf 200 Seiten, welche die Angehörigen Ende des Monats dem zuständigen Untersuchungsrichter zukommen lassen, werden unzählige Mängel im Rettungsdispositiv am Flughafen Madrid Barajas angeprangert. Es habe «widersprüchliche Befehle» gegeben. Und das führte gemäß dem Bericht zu «unzulässigen und relevanten» Verspätungen, wie die Nachrichtenagentur EFE meldet.

Dies hatte laut dem Untersuchungsbericht der Angehörigen gravierende Folgen. Mindestens sieben Menschen mit Mehrfachverletzungen hätten nach dem Crash noch gelebt - und hätten gerettet werden können. Statt zwanzig Minuten dauerte es gemäß der Zeitung ABC lange vierzig Minuten bis die Rettungskräfte am Unfallort bei Piste 36 eintrafen. Solche Opfer überlebten nach internationalen Standards meist, falls sie rechtzeitig behandelt würden, so der Bericht, für den medizinische Experten zugezogen wurden. Auch fünf schwer verletzte Überlebende litten unter der chaotischen Lage. Ihre Situation sei durch die Verzögerungen verschlimmert worden.

«Erratische» Anweisungen

Schuld am ganzen Chaos sei am Anfang die Führung von Sanität und Feuerwehr gewesen, welche die vorhandenen Informationen «nicht adäquat» beurteilt hätten. Danach seien die Anweisungen der beiden Korps «erratisch» gewesen. Die MD82 von Spanair verließ am 20. August 2008 beim Start die Piste und zerschellte in einem Graben. 154 von 172 Menschen an Bord starben.

Mehr zum Thema

Ciudad Iberia: So stellt sich Iberia ihren neuen Technologiepark vor.

Iberia setzt auf Madrid und nur auf Madrid

Überschwemmung am Flughafen Valencia: Der Flugverkehr musste zwischenzeitlich eingestellt werden.

Gota fria setzt Flughafen Valencia unter Wasser

<strong>Platz 9: </strong>Spanien: 19.289 Starts pro Woche. Hier zu sehen, der Flughafen Madrid-Barajas.

Flughafen Madrid musste wegen Drohne schließen

Flughafen Madrid will herrenlose MD-87 loswerden

Flughafen Madrid will herrenlose MD-87 loswerden

Video

03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg