Flieger von South African: Die Airline ist finanziell angeschlagen.

Totales Chaos bei South African

Die Fluglinie ist finanziell schwer angeschlagen. Ein Anstieg des Ölpreises könnte ihr das Genick brechen. Und nun gibt es auch Streit mit der Regierung.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Ereignisse überschlagen sich gerade bei der größten Fluggesellschaft Afrikas. Am vergangenen Donnerstag (26. September) musste Minister Malusi Gigaba das Parlament kurzfristig bitten, die Hauptversammlung um zwei Monate zu verschieben zu dürfen. Eigentlich hätte sie schon am 2. Oktober stattfinden sollen. Man müsse zuerst die «unmittelbaren finanziellen Herausforderungen» angehen, erklärte er in einem Schreiben an den Sprecher des Parlamentes. Sein Departement für öffentliche Unternehmen arbeitet gemäß der Wirtschaftszeitung Business Day hinter den Kulissen derzeit emsig an einem Rettungspaket. South African Airways brauche dringend eine Kapitalspritze von 6 Milliarden Rand (560 Millionen Euro/680 Millionen Franken), so das Blatt.

Doch das sind nicht die einzigen Sorgen, die South African plagen. Am Freitag traten dann 8 von 14 Mitgliedern des Aufsichtsrates zurück. Auch Präsidentin Cheryl Carolus legte ihr Amt per sofort nieder. Sie habe den «außerordentlichen Schritt» erst nach reiflicher Überlegung getan, erklärte sie. Aber die Beziehungen zum größten Aktionär hätten sich verschlechtert und die Kommunikation sei gegen Ende ganz zum Erliegen gekommen. In einem Interview mit dem Radiosender SAFM erklärte sie, man habe die Jahresrechnung pünktlich vor der Hauptversammlung eingereicht. Einzig ein Punkt bezüglich der «Berechenbarkeit des Ölpreises» sei noch offen gewesen. Man habe dafür einen Kredit bei einer Bank oder beim Finanzministerium angefragt.

Milliardenverlust

Gerüchteweise flog South African im Geschäftsjahr per Ende März einen Verlust von 1,5 Milliarden Rand ein, ihre Billigtochter Mango verlor demnach nochmals 100 Millionen. Ohne eine Zusicherung der Unterstützung durch die Regierung im Falle eines Anstiegs des Kerosinpreises erhielt die Airline offenbar kein Testat von den Buchprüfern. Gemäß Carolus habe sich die Regierung aber geziert, eine solche Zusage zu machen. Man habe wohl den besten Businessplan aller Zeiten und das beste Führungsteam aller Zeiten gehabt, sagte sie. «Ich glaube an die Airline» so Carolus. «Ich glaube aber auch, dass sie immer schwierig zu führen sein wird.» Inzwischen ernannte Minister Gigaba bereits neue Aufsichtsräte. Neuer Präsident wird Vuyisile Kona, ein ehemaliger Manager von South African, welcher 2006 die Airline im Streit verlassen hatte.

Mehr zum Thema

ticker lift

Lift baut Flotte aus und fliegt erstmals international

Boeing 737-800 von Mango Airlines in Johannesburg: Kehrt die Airline zurück?

Mango Airlines will nach vier Jahren am Boden neu starten

Airbus A340 von Swiss: Muss ab Johannesburg zwischenlanden.

Lufthansa und Swiss müssen auf Flügen ab Johannesburg Tankstopp einlegen

Flieger von SA Express über Kapstadt (Montage): Bald wieder Realität?

SA Express soll von den Toten zurückkehren

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack