Die MD11 von Centurion Cargo in Viracopos: Problemmaschine machte Probleme.

Chaos im Süden Brasiliens

Eine Panne kommt selten allein: Zuerst legte eine Frachtmaschine den Flughafen Viracopos bei São Paulo lahm, dann stieg das Buchungssystem von TAM aus.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Das Schicksal nahm am Samstagabend seinen Lauf. Eine aus Miami kommende MD11 der amerikanischen Frachtairline Centurion Cargo setzte um 19.45 Uhr Ortszeit auf Piste 15/33 des Flughafens Viracopos in Campinas auf. Doch beim Ausrollen brach plötzlich das linke hintere Fahrwerk und die Maschine kippte nach links. Das Triebwerk und die Tragfläche prallten dabei auf den Asphalt. Seither liegt die 21-jährige Maschine unbeweglich auf der Start- und Landebahn. Das ist für die brasilianische Luftfahrt ein Problem. Denn der Flughafen bei São Paulo musste nach dem Zwischenfall geschlossen werden. Eine andere Piste besitzt er nicht.

Besonders ärgerlich ist die Panne für die Billigairline Azul. Denn sie hat ihre Basis in Viracopos. Mehr als 400 Flüge musste sie seit Samstagabend (13. Oktober) annullieren, rund 25'000 Passagiere waren davon betroffen. Insgesamt fielen am Flughafen rund 500 Flüge aus. Erst am Montagabend keimte langsam wieder Hoffnung auf Besserung auf. Um 16 Uhr Ortszeit oder 44 Stunden nach dem Unglück, begannen die Sicherheitskräfte die stark havarierte, 130 Tonnen schwere und noch immer mit 19 Tonnen Kerosin gefüllte Maschine abzuschleppen. Fünf Feuerwehrfahrzeuge und 70 Fachkräfte waren an der Aktion beteiligt. Um die MD11 überhaupt transportierbar zu machen wurde eine Art riesige Luftmatratze unter die linke Tragfläche gelegt.

Gescheiterte Bergung

Vor dem Abschleppen wurde die Fracht ausgeladen: Elektronikkomponenten, chemische Produkte und Autoteile. Erste Versuche einer Bergung waren gescheitert, da beim Anheben die Struktur des Jets instabil wurde. Am Montagabend gelang dann die Bergung endlich. Erste Flugzeuge konnten wieder abheben.

Zuvor aber gab es an Brasiliens Himmel noch weitere Probleme. Am Montagmorgen zur Hauptreisezeit fiel auch das Buchungssystem von TAM aus. Diese Panne sei aufgrund einer Instabilität des globalen Systems Amadeus entstanden, so die Fluggesellschaft. Sie dauerte bis um 11 Uhr Lokalzeit an. Das führte vor allem auf dem Flughafen São Paulo Congonhas zu Verspätungen. Die Mitarbeiter am Checkin mussten die Arbeiten alle von Hand erledigen, es kam zu langen Schlangen.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Video

santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack
wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack