Statue vor dem Flughafen: Angeblich zeigt sie Lokalpolitiker Fabre

GeisterflughafenRyanair haucht Castellon Leben ein

Seit der Eröffnung 2011 hat noch keine Fluglinie den spanischen Flughafen Castellon angeflogen. Das soll sich nun dank Ryanair ändern.

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Carlos Fabra wollte sich mit dem Flughafen selbst ein Denkmal setzen. Der Lokalpolitiker aus der Region Castellon wollte Millionen von Touristen in seine Heimat locken. Er ließ dafür einen Flughafen für über 150 Millionen Euro bauen. Damit auch klar war, wem die Region das zu verdanken hat, gingen 300'000 Euro für eine 24 Meter hohe Bronzestatue drauf, die Fabra karikaturistisch darstellt.

2011 eröffnete der Airport – ohne eine einzige Airline, die ihn anflog. Und dabei ist es bis heute geblieben. Castellon ist ein Geisterflughafen. Nur gelegentliche Charterflüge des Fußballteams Villarreal. Doch nun sieht es so aus, als würde das geschehen, was kaum jemand erwartet hatte: Flugzeuge werden regelmäßig in Castellon landen. Ab September will Ryanair ab Bristol und London Stansted Flüge an den verwaisten Airport anbieten.

Ciudad Real weiter leer

Zielkunden der irischen Billigairline sind Ferienreisende, die an die Mittelmeerküste Spaniens wollen. «Jetzt kann jeder Castellon anfliegen», so Ryanair-Marketingchef in Spanien, José Espartero. Flughafen-Vater Fabra wird nicht in den Genuss kommen, den ersten Linienflug nach Castellon zu begrüßen. Der Politiker sitzt gerade eine 4-Jahres-Gefängnisstrafe wegen Steuerhinterziehung ab.

Immer noch leer steht Spaniens anderer Geisterflughafen. Ciudad Real war einmal als Alternative zum chronisch überlasteten Madrid-Barajas geplant. Es wurde geklotzt, nicht gekleckert. Eine Piste von 4000 Metern, die 17 Flugbewegungen pro Stunde erlaubt; ein Terminal, das drei Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen kann; ein großer Frachtbereich. Doch die hochtrabenden Pläne wurden nie erfüllt. Im Herbst 2011 zog sich Vueling als letzte Fluggesellschaft zurück. Im April 2012 wurde der Flughafen endgültig geschlossen.

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