Helgoland ist die einzige deutsche Hochseeinsel. Sie liegt rund 50 Kilometer vor der Küste in der Deutschen Bucht. Auf ihr leben zwar nur rund 1300 Menschen, doch jedes Jahr kommen fast 300.000 Touristinnen und Touristen. Die Tendenz ist allerdings rückläufig. 2025 sank die Zahl der Gäste um vier Prozent auf 290.000. Vor der Pandemie waren es noch mehr als 355.000 gwesen.
Tecnam bietet Platz für einen Passagier
Anfang September keimte dann ein kleiner Hoffnungsschimmer auf. Das Kölner Start-up Air Taxi Express kündigte Flüge vom Flugplatz Nordholz bei Cuxhaven nach Helgoland an. Zum Einsatz kommen sollte eine Tecnam P92 Echo MkII. Das Ultraleichtflugzeug bietet Platz für einen Piloten oder eine Pilotin und einen Fluggast. 2027 wollte die Airline dann ein größeres Flugzeug auf der Strecke einsetzen.
Wie viele Passagierflüge im September dann tatsächlich stattgefunden haben, ist nicht bekannt. Klar ist aber, dass keine weiteren dazukommen werden. Denn Air Taxi Express teilte am 29. September auf ihren Social-Media-Kanälen mit, dass sie die Flüge nach Helgoland «aus regulatorischen Gründen» einstellt. Mehr sagte das Unternehmen erstmal nicht.
Für Helgoland-Flüge braucht man zwei Motoren
Die Erklärung lieferte Air Taxi Express dann aber gegenüber dem Portal Airportzentrale: Am Flugplatz Helgoland-Düne dürfen im gewerblichen Personenluftverkehr nur Flugzeuge mit mindestens zwei Motoren landen. Die Tecnam P92 hat nur einen. Die Vorgabe stammt aus der Genehmigung des Flugplatzes von 1980. Bislang war laut Air Taxi Express unklar, ob sie auch für gewerblich betriebene Ultraleichtflugzeuge gilt. Sie gilt.
Der Flugplatz erklärt gegenüber dem Magazin Aerokurier, man habe zunächst gar nichts von der Gewerblichkeit gewusst. «Eigentlich läuft das so: Ein Unternehmen, das Helgoland im gewerblichen Betrieb anfliegen will, nimmt Kontakt zu uns auf, klärt die Modalitäten und wir finden gemeinsam einen Weg, das Ganze mit Fokus auf Effizienz und Sicherheit auf den Weg zu bringen», so Betriebsleiter Siebo Wessels. Air Taxi Express sei anders vorgegangen. «Die sind einfach geflogen, haben das normale Landeentgelt für private Flüge bezahlt und das war‘s.» Das Passagierentgelt von sieben Euro sei die Firma schuldig geblieben.
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