Mehrere Businessjets an einem Flughafen: Vermögensverwalter der Superreichen setzen vermehrt auf Privatflüge.

Airbus-StudieAuch die Vermögensverwalter der Superreichen nutzen immer öfter Businessjets

Sie verwalten die Vermögen sehr reicher Familien und werden internationaler. Für die Reisen zwischen ihren Standorten setzen Family Offices immer mehr auf Businessjets.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Bill Gates hat eines, die BMW-Erben der Familie Quandt ebenso: ein Family Office. Dahinter verbirgt sich eine eigene Gesellschaft, die das private Vermögen einer sehr reichen Familie verwaltet. Bei Gates heißt sie Cascade Investment. Lohnen soll sich ein Family Office für eine Familie erst ab einem Vermögen von rund 250 Millionen Euro, allein in Deutschland gibt es mehrere Hundert davon. Neben der Geldanlage übernehmen sie oft auch Buchführung, Auswahl von Anwälten und Steuerberatern, Sicherheitsfragen und Reiseplanung.

Und dabei spielen Privatjets eine immer wichtigere Rolle: Fast alle Family Offices haben die Nutzung in den vergangenen zwei Jahren gesteigert, wie aus einer neuen Studie hervorgeht, die Airbus Corporate Jets in Auftrag gegeben hat. Befragt wurden 73 leitende Angestellte von Family Offices, die zusammen ein Vermögen von 303 Milliarden Dollar verwalten. Demnach macht das Family-Office-Personal heute 70 Prozent seiner Geschäftsflüge mit Businessjets.

Family Offices werden immer internationaler

Und die Befragten rechnen damit, dass die Nutzung weiter steigen wird - die meisten erwarten einen Zuwachs um 50 bis 100 Prozent. Der Grund: Family Offices werden internationaler. Fast 70 Prozent haben in den vergangenen fünf Jahren Büros in weiteren Ländern eröffnet. Vor allem, weil immer mehr Familienmitglieder im Ausland leben. Aber auch aufgrund breiter gestreuter Investments und geopolitischer Risiken.

Die Businessjet-Sparte von Airbus freut das. «Je internationaler Family Offices werden, desto mehr wird die Geschäftsluftfahrt zur strategischen Notwendigkeit», so Chadi Saade, Präsident von Airbus Corporate Jets, der so auch die eigenen Flugzeuge ins Gespräch bringt.

Zielgruppe gewinnt für Flugzeugbauer an Bedeutung

92 Prozent der Family Offices lassen laut der Befragung inzwischen mehr Mitarbeitende privat fliegen. Und fast alle erwarten, dass dieser Kreis in den kommenden drei Jahren weiter wächst. Den größten Vorteil sehen sie darin, dass sie an Bord besser arbeiten können als bei einem Flug mit einer Airline, vor allem an vertraulichen Themen. Weitere Argumente sind eine größere Kontrolle über den eigenen Zeitplan, mehr Privatsphäre und kürzere Reisezeiten.

Steigen soll dadurch die Nachfrage in allen Größenklassen von Flugzeugen: 43 Prozent der Befragten erwarten, dass ihr Family Office große Jets künftig um 50 bis 75 Prozent stärker nutzet. Bei Midsize Jets rechnen sogar 55 Prozent der Befragten mit einem Plus in dieser Größenordnung, bei Light Jets ist es knapp ein Drittel. Für die Hersteller von Businessjets sind Family Offices damit ein wachsender Absatzmarkt. Entsprechend intensiv umwerben sie diese Zielgruppe: Airbus Corporate Jets hat in den vergangenen Jahren bereits Family Offices in den USA, Asien und Lateinamerika befragen lassen, zuletzt auch im Nahen Osten.

Airlines, Flughäfen, Flugzeuge und die Menschen dahinter: Wir berichten täglich über eine Branche, die uns fasziniert. Mit Ihrem Abo sorgen Sie dafür, dass wir das unabhängig tun können - und lesen aeroTELEGRAPH werbefrei. Und das noch zu einem sehr günstigen Preis. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Airbus A320 Neo ACJ für Fujairah: Auf dem Heck prangt die Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate.

Dieser neue Airbus A320 Neo in VIP-Version ist für ein Herrscherhaus im Nahen Osten bestimmt

Der zweite Airbus A220 in der Businessjet-Version ACJ Two Twenty. In seinem ...

Comlux übergibt zweiten Luxus-A220 - und will mehr

War nur kurzzeitig in Zürich: Der Airbus A319 der Ukraine mit Volodymyr Zelenskyy

Ukrainischer Präsident mit Airbus A319 in Frankfurt

Der erste ACJ Two Twenty in der Luft: Geht an Comlux und Five Hotels.

Airbus liefert ersten A220 in VIP-Version aus

Video

Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack