Falcon 5X bei einem Test: Die Entwicklung wird eingestellt.

Ende für neuen JetDassault gibt Falcon 5X wieder auf

Die Falcon 5X sollte das Flaggschiff von Dassault werden. Doch wegen immer neuer Probleme mit dem Triebwerk wird die Entwicklung eingestellt. Dennoch soll 2022 ein neuer Businessjet eingeführt werden.

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Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, wird sich der französische Flugzeughersteller Dassault bei der Einstellung des Falcon-5X-Programms gedacht haben. Der 2006 lancierte Businessjet hätte eigentlich bereits 2015 zertifiziert werden sollen.

Doch immer neue Verzögerungen beim Triebwerkshersteller Safran verlangsamten die Entwicklung. Zuletzt war wegen Problemen mit dem Hochdruckkompressor sogar die Markteinführung im Jahr 2020 außer Reichweite geraten.

Bestellungen storniert

Dassaults Kunden wurden zunehmend ungeduldig. Bereits 2016 seien 12 Bestellungen wegen der Verschiebungen storniert worden, schreiben die Franzosen in einer Medienmitteilung. Dennoch kommt das Ende des Programms zu einem unerwarteten Zeitpunkt.

Im Juli absolvierte die Falcon 5X ihren Erstflug. Bezüglich Flugverhalten habe die Testmaschine alle Erwartungen erfüllt, so Dassault. Allerdings wurde dabei erst eine vorläufige Version des Silvercrest-Triebwerks von Safran eingesetzt.

Safran soll zahlen

Angesichts der technischen und planerischen Risiken des Silvercrest-Programms habe man sich nun zur Einstellung der Entwicklung der Falcon 5X entschieden, schreibt Dassault. Stattdessen werde nun mit Safran über die Modalitäten der Abwicklung verhandelt.

Dabei geht es auch um viel Geld. Schon länger ist bekannt, dass Dassault vom Motorenhersteller eine Entschädigung verlangt. Die genaue Höhe der Forderung hat der Flugzeugbauer nicht kommuniziert.

Neuer Jet 2022

Ganz umsonst sollen die bisherigen Arbeiten an der Falcon 5X indes nicht sein. Gleichzeitig mit dem Ende des Programms kündete Dassault-Chef Eric Trappier die Entwicklung eines neuen Businessjets der Falcon-Reihe bis 2022 an. Dieses Mal sollen Triebwerke des Herstellers Pratt & Whitney Canada zum Zuge kommen.

«Am Markt besteht weiter eine starke Nachfrage nach einem neuen Langstreckenjet mit einer sehr großen Kabine», so Trappier. Doch die Konkurrenz in Nordamerika arbeitet an ähnlichen Projekten. Dassaults Verschiebung auf 2022 bringt nun Gulfstream und Bombardier mit ihren Businessjets G500 und G600 beziehungsweise Global 7000 und Global 8000 in eine sehr gute Ausgangslage in diesem Marktsegment.

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