Letzte Aktualisierung: um 6:01 Uhr
Partner von  

British Airways setzt auf Sparlack

Die Fluggesellschaft will ihren Kerosinverbrauch senken - durch eine ganz neue Lackierung.

British Airways

B777’s von British Airways: Bald mit neuer Farbe.

In Zeiten steigender Kerosinpreise suchen die Fluglinien nach immer neuen Mitteln, ihre Ausgaben für Treibstoff zu senken. Sie setzen auf Biosprit, neue Baumaterialien und jetzt auch eine neue Oberflächenbehandlung. Die neue nanotechnische Lackierung verspricht eine verbesserte Aerodynamik und das senkt den Treibstoffverbrauch um ein bis zwei Prozent, wie Hersteller Triple O schätzt. British Airways testete den neuen Lack ein Jahr lang an einem Airbus A318, der zwischen London und New York verkehrt. Er sorgt dafür, dass sich beim Flug weniger Ablagerungen auf der Maschine bilden, was zu weniger Reibungsverlusten führt. Der Hersteller spricht von eine Reduktion von bis zu 39 Prozent.

Wie Market Watch berichtet, verbrauchte der Test-A318 daher weit weniger Treibstoff als mit normaler Lackierung. Genaue Zahlen von British Airways gibt es dazu aber nicht. Da der Test so erfolgreich war, beginnt nun eine zweite Probephase mit einer Boeing B777-200. Die Fluggesellschaft hofft, dass sich die Treibstoffeffizienz durch die Anwendung beim größeren Flieger noch mehr verbessert. Etwa 100’000 Pfund an Kosten will British Airways während der zweiten Testperiode einsparen. Triple O verspricht auch geringere Wartungskosten. Die Lackierung verhindere Korrosion auf der Oberfläche. Gewichtsmäßig fällt die Lackierung nicht ins Gewicht. Sie soll nur gerade 120 Gramm Zusatzgewicht pro Jet ausmachen.

Auch die Konkurrenz testet

Auch bei British Airways’ Konkurrenz Easyjet läuft gerade ein Test mit der Sparfarbe. Der Billigflieger hat acht Maschinen aus der Flotte neu lackiert und vergleicht deren Verbrauch mit dem der restlichen Flieger. Der Test begann im Februar und dauert zwölf Monate. Im Militär wird die Farbe schon länger eingesetzt. Mit den neuen Partnerschaften hofft Triple O darauf, nun auch in der zivilen Luftfahrt Fuss zu fassen.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.