Airbus A380 bei einem Demonstrationsflug: Tragflächen-Probleme führen zu Verzögerungen.

British Airways bekommt A380 später

Die Fluglinie muss länger auf ihre Superjumbos warten. Die Auslieferung durch Airbus verzögert sich wegen der Haarrisse.

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«Wir befinden uns noch in Gesprächen über ein Auslieferungsdatum», sagt Willie Walsh. Eigentlich sollte die Lieferung der zwölf bestellten Airbus A380 schon im April des kommenden Jahres starten. Doch das Datum dürfte sich laut dem Chef von British Airways und International Airlines Group nach hinten verschieben. Zwar erwarte man die neuen Flugzeuge weiterhin für 2013. «Aber wahrscheinlich verzögert sich die Lieferung bis ins dritte Quartal.»

Der Grund für die Verspätung: Die kleinen Risse in den Tragflächen des Superjumbos von Airbus hören nicht auf, dem Flugzeugproduzenten Ärger zu machen. Schon vor einigen Wochen kündigte er an, dass sich auch aufgrund des Problems die Auslieferungen im kommenden Jahr deutlich reduzieren dürften. Wegen der Anpassungen an den Fliegern reduziere sich die Produktionsrate vermutlich auf unter dreißig Jets. Daher musste der Konzern auch den Plan für die Lieferungen neu berechnen.

Problem mit Tragflächen

Anfang des Jahres waren die feinen Risse an kleinen L-förmigen Teilchen aufgetaucht, von denen 2000 in jeder A380-Tragfläche stecken. Immer mehr betroffene Flieger kamen zum Vorschein. Schließlich musste Airbus gemäß Lufttüchtigkeitsanweisung der Europäischen Luftfahrtbehörde Easa die komplette Superjumbo-Flotte überprüfen. Zwar fand der Flugzeugbauer inzwischen eine Lösung, wie das Problem schon während der Produktion gelöst werden kann. Doch die 120 bereits in Produktion stehenden Flieger müssen vorher noch repariert werden. Alle Jets, die vor 2014 in den Dienst treten, sind noch vom Problem betroffen.

British Airways sollte ab dem nächsten Jahr die erste Airline sein, die sowohl den A380 als auch Boeings B787 in der Flotte hat. Auch beim amerikanischen Flieger habe es zwar Verzögerungen gegeben, aber «keine von großer Signifikanz», so Walsh. Die Auslieferungen des modernen Langstreckenjets blieben weitestgehend im erwarteten Bereich.

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