A380 von British Airways: Vorübergehend von der Themse an den Main unterwegs.

Frankfurt - London im A380

British Airways machts möglich: Die Fluglinie setzt ihren neuen Airbus A380 vorübergehend zum Training auf der Kurzstrecke nach Deutschland ein.

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Das Management spricht von einer «neuen Ära», welche mit der Ankunft des weltgrößten Passagierflugzeugs in der Flotte beginne. Am Donnerstag (4. Juli) ist sie nun offiziell angebrochen. British Airways empfing in London Heathrow den ersten von zwölf bestellten Superjumbos. «Der A380 ist ein fantastisches Flugzeug und ein Vorzeigeobjekt britischer Ingenieurskunst. Unsere Passagiere werden den Platz, das Licht und den Komfort an Bord lieben», schwärmte Geschäftsführer Keith Williams. Der zweite A380 wird im September zur Flotte von British Airways stoßen. Weitere zehn Maschinen – bestuhlt mit 469 Sitzplätzen in vier Klassen – plant Airbus bis 2016 an die Briten auszuliefern.

Bevor der Superjumbo erstmals im regulären Linienverkehr eingesetzt wird, führt British Airways intensive Tests durch. Ab nächster Woche wird erst einmal kalt geübt. British simuliert einen elfstündigen Testflug - am Boden. Dabei werden Freiwillige als Passagiere teilnehmen, die zusteigen, sich setzen, Gepäck verstauen und bedient werden wollen. So sollen die Crews an die neue Maschine gewöhnt werden, wie das Fachportal Australian Business Traveller berichtet. Danach werden erste Flüge über Großbritannien ohne Passagiere durchgeführt.

Später nach Los Angeles

Das reicht noch nicht. British Airways fliegt den Langstreckenflieger dann noch einige Woche auf der Kurzstrecke. Die Fluglinie suchte dafür eine Strecke, die den Langstreckenflug simulieren kann, aber doch mindestens zwei Rotationen pro Tag erlaubt. Die Wahl fiel deshalb auf die London Heathrow - Frankfurt. Am Anfang wird der A380 zwei Mal, später vier Mal pro Tag auf der Route in die deutsche Wirtschaftsmetropole eingesetzt werden.

Die Schwierigkeit für Passagiere: Sie können nicht wissen, auf welchen Flügen zwischen Frankfurt und London der Superjumbo fliegen wird. Im Flugplan ist der neue Flieger nirgends vermerkt. «Passagiere nach Frankfurt werden beispieslweise zum Flughafen gehen und einen A320 erwarten. Dann steht da aber ein A380» so Frank van der Post, Verantwortlicher für das Kundenerlebnis zum Australian Business Traveller. Am 24. September dann ist der Spuk vorüber. British Airways wird den Superjumbo ab dann im regulären Linienverkehr einsetzen – zuerst auf der Strecke nach Los Angeles.

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