Heckflosse von TAP: Unbezahlte Ausstände.

TAP droht Pfändung eines Airbus

Die brasilianische Justiz will einen A330-200 konfiszieren. Es geht dabei um einen Arbeitskonflikt zwischen Mitarbeitern und Portugals Botschaft in Brasília.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Vielleicht wäre die Regierung in Lissabon jetzt froh, sie hätte die Privatisierung von TAP nicht in letzter Sekunde abgeblasen. Denn genau weil die portugiesische Fluggesellschaft dem Staat gehört, gab Richter Luiz Fausto Marinho de Medeiros vom Regionalgericht des brasilianischen Bundesdistriktes und des Bundesstaates Tocantins am 19. Dezember einen Pfändungsbefehl heraus. Wegen unbezahlter Schulden des Staates Portugal soll am Flughafen von Brasília ein Airbus A330-200 festgehalten werden, der sechs Mal wöchentlich die Strecke von der portugiesischen in die brasilianische Hauptstadt bedient. Das Urteil soll bereits nächste Woche vollstreckt werden.

Hinter der richterlichen Verfügung stehen Klagen von rund 110 Angestellten der portugiesischen Botschaft in Brasília. Die Frauen und Männer wurden für ihre Arbeit in Dollar bezahlt. Doch da der brasilianische Real in der Folge immer stärker wurde, verdienten sie immer weniger. Die Mitarbeiter gingen darum 2010 vor Gericht. Insgesamt geht es um Ausstände von rund fünf Millionen Real (rund 3,8 Millionen Euro). In einem ersten Prozess bekam eine Klägerin letztes Jahr Recht. Arbeitsverträge in ausländischen Währungen seien illegal, befand der Richter.

Das Naheliegendste

Das Gericht sah sich aber mit dem Problem konfrontiert, dass die Anlagen der Botschaft alle der diplomatischen Immunität unterliegen. Auf sie konnte man daher nicht zugreifen. Daher musste die Justiz einen andern Weg finden, um die Bezahlung sicherzustellen. Das Flugzeug war da das naheliegendste Gut, das dem portugiesischen Staat gehört, und auf das sie zugreifen kann.

Der Beschluss soll nun am 7. Januar ausgeführt werden. Allerdings hat Portugal ab dann fünf Tage Zeit, den ausstehenden Betrag zu bezahlen, bevor der Flieger wirklich konfisziert wird. Sollte das nicht erfolgen, wird der Airbus eingezogen und versteigert. Eines ist dabei schon jetzt sicher: Die Telefonlinien zwischen Brasília und Lissabon laufen derzeit heiß.

Mehr zum Thema

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack