Embraer ERJ-145 von United Express: Harte Landung.

Bestellung von UnitedBombardier oder Embraer – wer gewinnt?

United einigte sich im Prinzip mit seinen Piloten und kann schon bald 100-Plätzer ordern. Bombardier steht mit der C-Series in der Pole Position. Embraer gibt aber nicht einfach auf.

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Bei United ist man sehr zufrieden. Das Management und die Pilotengewerkschaft Alpa einigten sich am Freitag (20. November) im Grundsatz auf einen neuen Tarifvertrag – mehr als ein Jahr vor Auslaufen der bestehenden Regelung. «Der Fakt dass wir diese Einigung in weniger als 30 Tagen erzielen konnten, ist das Resultat einer positiven Beziehung zwischen den Führungsgremien von Alpa und United», so die amerikanische Fluggesellschaft in einer Medienmitteilung.

Die Nachricht wurde auch anderswo freudig aufgenommen, besonders in Montreal. Denn kommt die Einigung zwischen United und den 12.000 Piloten zustande, kauft die Fluggesellschaft neue Flugzeuge mit 100 Plätzen. Gemäß dem Fachportal Leeham News steht Bombardiers C-Series in der Pole Position für eine Order von United über mindestens 50 Flugzeuge plus eine Option für noch einmal so viele Flieger.

Embraer kämpft gegen Bombardier

Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Embraer wird sich den Kunden United sicherlich nicht kampflos von Bombardier wegschnappen lassen. Die amerikanische Fluggesellschaft betreibt mit ihrer Regionaltochter United Express derzeit 89 Embraer E140 und E190.

Mit der neuen E2-190 haben die Brasilianer ein ebenbürtiges Modell im Angebot. Zudem können sie im Kampf mit Bombardier einen sehr starken Trumpf ausspielen. Der brasilianische Real hat sich in den letzten Monaten massiv abgewertet. Das macht Exportprodukte wie die Flugzeuge von Embraer billiger.

Preis als starkes Argument

Wie stark dieses Argument sein kann, zeigt eine kürzlich bekannt gegebene Order für russische Flieger. Aus diesem Grund etwa entschied sich City Jet gegen die C-Series und für den russischen Sukhoi Superjet. Auch Russlands Währung stürzte in den letzten Monaten stark ab, was Ausfuhren verbilligte.

Bombardier dürfte indes zu großen Zugeständnissen bereit sein. Der kanadische Hersteller musste kürzlich mit einer Milliarde an Staatsgeldern gestützt werden, damit er die C-Series wirklich auf den Markt bringen kann. Die Reserven waren in gefährlichem Ausmaß gesunken, weil das verspätete C-Series-Programm viel mehr Geld verschlang als geplant.

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