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C-Series Lite

Bombardier bot United Spezial-C-Series an

Der kanadische Flugzeugbauer kämpfte mit allen Mitteln um einen Großauftrag von United Airlines. Bombardier war sogar bereit, eine kleine Version der C-Series zu bauen.

Simeon Lüthi/aeroTELEGRAPH

C-Series CS100 von Swiss: United war das Modell zu groß.

Eigentlich geht der Trend derzeit eher nach oben. Fluggesellschaften weltweit suchen größere Flugzeuge, um bei steigender Nachfrage die Kosten pro Sitz drücken zu können. Zuletzt hat etwa Easyjet von A320 Neo auf A321 Neo gewechselt. United Airlines wollte dagegen offensichtlich eher kleinere Flieger als sie vergangenes Jahr nach Jets Ausschau hielt.

Das wurde bei der Anhörung bekannt, die letzte Woche in Washington stattfand. Boeing hat Bombardier vor die U.S. International Trade Commission gezerrt, weil der Flugzeugbauer glaubt, der kanadische Konkurrent habe Aufträge in den USA mit Dumpingpreisen ergattert, besonders den von Delta Air Lines über mindestens 75 Maschinen. Bombardier reagierte mit einem Gegenangriff. «In einem frühen Stadium unserer Gespräche sagte uns United, dass die C-Series CS100 zu groß für ihre Bedürfnisse ist», so ein Vertreter von Bombardier gemäß der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Am Ende siegte Boeing

Trotz des Angebots einer CS100 Lite holte am Ende Boeing den Auftrag. United orderte 737-700. Das Flugzeug ist größer als die C-Series CS100. Es bietet in einer Zweiklassen-Konfiguration 126 Passagieren Platz, United hat 118 Sitze in drei Klassen (Economy, Premium Economy und Business) eingebaut.

Delta dagegen orderte bei Bombardier. Die US-Airline kauft 75 CS100 fest und sicherte sich auch eine Option auf 50 weitere Exemplare des Typs. Diesen Auftrag sollen die Kanadier nur dank hoher Rabatte erhalten haben, so Boeing. Zudem beklagen die Amerikaner, die Beteiligung der Provinz Québec und den Kredit der kanadischen Zentralregierung an Bombardier.



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