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Der Präsidenten-Auftrag an Boliviana

Boliviana de Aviación soll die Flotte kräftig ausbauen, nach Europa fliegen und auf Leasing verzichten - befiehlt die Regierung.

Jimmay Harris/Wikimedia/CC

Boeing 737 der Boliviana: Die Flotte soll deutlich wachsen.

span>«Wir werden uns weiter verbessern. Wir werden Boliviana de Aviación weiter stärken – das ist unsere Pflicht», sagte Evo Morales am Montag (22. August) auf dem Flughafen von Cochabamba. Zuvor hatte der Präsident Boliviens der nationalen Fluggesellschaft eine neue Boeing B737-300 überreicht. Mit der neusten Erweiterung umfasst die Flotte nun sechs Boeing-Maschinen. Und bald soll sie noch deutlich weiter wachsen, wenn es nach dem Willen des Staatsoberhauptes geht.

Der linkspopulistische Morales stellte Boliviana de Aviación für das Wachstum aber zugleich eine Bedingung. «Bis wann mietet Boliviana eigentlich weiter Flugzeuge? Damit ist nun Schluss. Das ist die letzte Maschine, die geleast wird. Ab jetzt arbeiten wir bei der nationalen Regierung dafür, dass Boliviana eigene Flugzeuge besitzt», sagte der Präsident gemäß der Nachrichtenagentur ANF. Rund 73’000 Dollar zahle Boliviana für die neue Maschine pro Monat. Dabei könne man einen Kauf selbst finanzieren, da das Unternehmen nun wieder Gewinn schreibe.

Auf nach Kuba

Morales versprach der nationalen Airline im Gegenzug, die Fehler von Lloyd Aéreo Boliviano nicht zu wiederholen. Die ehemalige Staatsairline wurde von der Regierung fallen gelassen, weil man nicht noch mehr Schulden anhäufen wollte. Morales rief die Mitarbeitenden bei der Feier dazu auf, ihre Arbeit verantwortungsbewusst, pünktlich und freundlich zu machen, um so mehr Reisende aus dem In- und Ausland anzulocken.

Infrastrukturminister Wálter Delgadillo zeigte dann auch, wie sehr der Staat gewillt ist in die Geschäfte der Boliviana einzugreifen – als Gegenleistung für die Unterstützung. Er fügte an, was künftig als weitere Flugziele vorgesehen ist. Zum einen seien Flüge nach Europa geplant, dann auch nach Kuba und Caracas – zwei Staaten, mit denen sich Bolivien aufgrund der politischen Ausrichtung der Staatsoberhäupter bestens versteht. Die sechste Boeing B737 wird für den neuen Flug nach Lima gebraucht. Es ist die erste Auslandsdestination.



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