C-Series CS300 von Air Baltic: Eine gestreckte Version macht Boeing Angst.

CS500 und CS900Boeing will vergrößerte C-Series verhindern

Ist die Bombardier C-Series eine Gefahr für Boeing? Mitnichten - solange der kanadische Hersteller seine Pläne nicht umsetzt, das Flugzeug zu strecken. Das wollen die Amerikaner unbedingt verhindern.

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Boeing wettert gegen Bombardier. Der kanadische Flugzeugbauer könne seine C-Series dank staatlicher Beteiligung und staatlicher Kredite zu massiv subventionierten Preisen verhökern, klagt er in einer Eingabe an die Wettbewerbsbehörde der USA. «Der Markt für 100 bis 150 Plätze ist sehr wichtig für uns», sagte Boeing-Vize Ray Conner kürzlich bei einer Anhörung zum Fall in Washington. Bombardier dränge seinen Konzern mit Dumpingpreisen aus diesem Geschäft heraus.

Wirklich? In der Tat hat Boeing mit der Boeing 737-700 nur ein Flugzeug im Angebot, das annähernd gleich groß (beziehungsweise gleich klein) ist wie die C-Series von Bombardier. Ihr Anteil an den Flotten der Fluggesellschaften der Welt nahm in den vergangenen Jahren laufend ab, wie die Analysten von Airinsight festhalten - und das schon bevor die C-Series ausgeliefert wurde. Zugleich legte Boeing bei der größeren 737-800 deutlich zu. Das deutet auf eine Verlagerung zu größeren Fliegern hin.

Ein Airbus-Moment verhindern

Boeing geht es denn auch gar nicht um die bisherigen C-Series-Modelle CS100 (rund 125 Plätze) und CS300 (145 Plätze). Die Amerikaner haben Angst, dass die Kanadier ihre Modellreihe in der Zukunft erweitern könnten. Früher einmal war die Rede von einer CS500 und CS900. Die beiden Marken ließ Bombardier bereits vor Jahren schützen. Jetzt gab Boeing das auch offiziell zu. Im Dokument für die US-Wettbewerbsbehörde warnt der Konzern davor, nochmals das gleiche wie mit Airbus zu erleben. Die Europäer wuchsen von Null zum gefährlichen Konkurrenten heran - am Anfang auch mit staatlicher Hilfe wie bei Bombardier jetzt.

Momentan ist eine Verlängerung der CS300 allerdings noch kein Thema. Bombardier muss erst dafür sorgen, zusätzliche Orders für die aktuellen Modelle einzusammeln. Denn nur so wirft das Projekt C-Series auch Geld ab. Und ohne Gewinn werden die Kanadier nie und nimmer eine Weiterentwicklung stemmen können. Programmchef Rob Dewar meinte denn auch vor Jahresfrist im Interview mit aeroTELEGRAPH: «Es ist derzeit gar kein Thema.» Der Fokus liege aktuell zu 100 Prozent auf der CS100 und der CS300.

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