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Boeing will ab 2018 in den Iran liefern

Eigentlich sind die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran wieder angespannt. Trotz aller Zweifel plant Boeing weiterhin, mit der Auslieferung von Flugzeugen an den Iran zu starten.

Iran Air

Werbung von Iran Air: Die Airline hat eine veraltete Flotte.

Es ist ein historischer Eintrag im Auftragsbuch des amerikanischen Flugzeugbauers. Mit der Unterzeichnung des Atomvertrags zwischen dem Iran und sechs führenden Staaten – darunter den USA – konnte die nach Modernisierung dürstende iranische Flugzeugindustrie wieder auf Einkaufstour gehen. Sie kaufte auch bei Boeing ein.

Sie tat das im großen Stil: Alleine die staatliche Iran Air alleine hat 80 Maschinen bei Boeing bestellt –  ein Auftrag mit einem Gesamtwert von über 16 Milliarden Dollar. Die private Fluggesellschaft Iran Aseman hat ebenfalls eine Order über 6,7 Milliarden Dollar für 30 Boeing 737 Max platziert – mit der Option für weitere 30 Maschinen dieses Typs. 

Zweifel an tatsächlichem Liefertermin

Im Mai hatten Äußerungen des neuen Finanzministers der USA Zweifel daran aufkommen lassen, ob die Aufträge tatsächlich ausgeführt werden können. Der Trump-Vertraute Steve Mnuchin erklärte, man werde bereits erteilte Exportlizenzen, wie sie für den Boeing-Auftrag nötig sind, noch einmal überprüfen.

Beim Flugzeugbauer scheint man allerdings optimistisch zu sein, dass es sich bei Mnuchins Worten um bloße Rhetorik gehandelt hat. Gemäß der Nachrichtenagentur Associated Press sagte Boeing-Geschäftsführer Dennis Muilenburg vor Analysten und Journalisten, dass Boeing auf gutem Weg sei, wie geplant im kommenden Jahr mit den ersten Flugzeug-Lieferungen in den Iran zu beginnen.



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