Kabine einer 737: Aus den Decken könnten die Teile herausbrechen.

Boeing 737: Gefährliche Ausrüstung?

Die Regierung der USA will, dass Boeing seine B737 überholt. So könnten Verletzungen und sogar Todesfälle verhindert werden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Gleich mehrere Unfälle sollen es bewiesen haben: Die Art und Weise, wie Boeing in den 737 Sauerstoff- und Lüftungsanlagen verstaut, gefährdet die Passagiere. Das finden zumindest Sicherheitsexperten, welche die amerikanische Regierung beraten. Die etwa fünfeinhalb Kilo schwere Ausrüstung könne in eigentlich nicht lebensgefährlichen Zwischenfällen auf die Passagiere fallen und diese schwer oder sogar lebensgefährlich verletzen, berichtet das Fachportal Flightglobal. Daher will das National Transportation Safety Board, dass die Luftfahrtbehörde FAA den Flugzeugbauer dazu verpflichtet, seine B737 zu überholen. Der Flieger wird hauptsächlich auf Kurz- und Mittelstrecken eingesetzt. Mehr als 6700 davon hat Boeing bisher ausgeliefert.

Die Sicherheitsexperten berufen sich in ihrem Urteil auf vier Unfälle in den letzten Jahren: ein Flug im Jahr 2008 von Continental Airlines bei Denver, einer von American Airlines in Jamaica 2009, einer von Turkish Airlines in Amsterdam (2009) und einer von Aires Airlines in Kolumbien im Jahr 2010. Bei jedem der Zwischenfälle seien die so genannten Service Units von der Decke gefallen. Diese bestehen im Detail aus Sauerstoffbehältern, -masken und Lüftungsanlagen.

Gesichts- und Kopfverletzungen

Bei der Untersuchung hätte man die Bauteile von der Decke hängend oder lose auf den Sitzen liegend gesehen. Kopf- oder Gesichtsverletzungen der Passagiere hätten darauf schließen lassen, dass diese von der herunterfallenden Ausrüstung ausgelöst worden seien. Außerdem bestehe auch die Gefahr, dass die heruntergefallene Ausrüstung den Weg zu Notausgängen versperre. Die Sicherheitsexperten wollen nun, dass die FAA die nötigen Schritte einleitet. Dazu würde etwa gehören, eine Art Sicherheitsmechanismus einzubauen, der die Ausrüstung auffängt, wenn sie von der Decke fällt.

Mehr zum Thema

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

ticker-boeing-1

Sturm lässt Teil einer Wand des Boeing-Werks in Wichita einstürzen

ticker-boeing-1

Streikrisiko sinkt: Boeing erzielt vorläufige Einigung mit 17.000 Ingenieurs- und Technik-Fachkräften

ticker-boeing-1

Boeing liefert im August 51 Flugzeuge aus

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies