B787: Kurzfristig entstehen keine Sicherheitsprobleme.

Boeing inspiziert Dreamliner-Flotte

Bei Boeings B787 zeigen sich neue Probleme. Schwierigkeiten mit dem Verbundwerkstoff erzwingen eine Inspektion.

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Schon wieder schreibt Boeings Dreamliner Schlagzeilen - und schon wieder sind es keine besonders erfreulichen. Der Flugzeugbauer hat am Rumpf einiger B787 ein Problem festgestellt. Offenbar wurden die Ausgleichsarbeiten am Rumpf nicht korrekt ausgeführt. Das könne dazu führen, dass sich beim Verbundwerkstoff Schichten ablösen - Delamination heißt der Prozess im Fachjargon. In einigen Fällen hätte man das bereits entdeckt. Wie viele Flieger genau von dem Problem betroffen sind, ist nicht bekannt. Das Fachmagazin Flightglobal hat von mit der Angelegenheit vertrauten Quellen aber erfahren, dass es sich um mindestens drei Dreamliner handelt: Flugzeug 56, das an All Nippon Airways gehen soll, Flugzeug 57 und Flugzeug 58, die beide für Qatar Airways bestimmt sind. Ausgeliefert hat Boeing erst fünf der neuen Flieger, produziert 59. Der 60. befindet sich gerade in der finalen Produktion.

Jetzt will der Flugzeugbauer die ganze 787-Flotte inspizieren. Nur so kann man herausfinden, ob Reparaturen nötig sind. Kurzfristige Sicherheitsprobleme gebe es aber nicht, versichert Boeing. Langfristig kann es allerdings die Widerstandsfähigkeit des Materials reduzieren. Die einzige Fluggesellschaft, die den Flieger schon nutzt, ist All Nippon Airways (ANA). Gemäß Flightglobal hat die Airline das Problem an ihren Fliegern noch nicht festgestellt. «Wenn Boeing sich bei uns meldet, werden wir aber die angemessenen Schritte einleiten.»

Probleme mit Landeklappen

Erst in der vergangenen Woche hatte der Dreamliner zuletzt wegen technischer Probleme von sich Reden gemacht: Zwei Flüge zwischen Frankfurt und Tokio musste ANA deswegen absagen. Bei einem Flugzeug hatte man Probleme mit den Landeklappen festgestellt, beim anderen Softwareprobleme.

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