Boeing 777-8: Länger als gedacht.

Plus 1,1 MeterBoeing macht die 777-8 länger

Der amerikanische Flugzeugbauer hat die kleinere Variante der 777X verlängert. Die Boeing 777-8 bekommt dank längerem Rumpf elf zusätzliche Sitze.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Vor 16 Monaten war es so weit. Boeing gab offiziell bekannt, sein neuestes Langstreckenflugzeug auch in einer Frachtversion anzubieten. Als der amerikanische Flugzeugbauer dann erstmals Details zur 777XF nannte, fiel neben den zentralen Leistungskennzahlen ein Detail auf. Die Länge des Fliegers wurde mit 70,9 Meter angegeben.

Damit war die Frachtversion 777-8 F mehr als einen Meter länger als die Passagiervariante 777-8. Nun aber korrigiert Boeing dies. Der Flugzeugbauer gibt die Länge der 777-8 in seinen offiziellen Präsentationen neuerdings mit 70,9 Meter an und nicht mehr mit 69,8 Meter.

Boeing 777-8 bekommt auch leicht größere Reichweite

Mit anderen Worten: Boeing hat die Passagierversion um 1,1 Meter verlängert und an die Länge der Frachtversion angepasst. Vermutlich habe der Hersteller die kleine Verlängerung bei der 777-8 F vorgenommen, «um die Positionen der Paletten im Hauptdeck zu optimieren», schreiben die Analysten von Cirium Ascend, welche die Verlängerung zuerst entdeckt haben.

Der längere Rumpf bringt der Passagiervariante mehr Sitzplätze. Die Kapazität der 777-8 nahm um elf Sitze zu. Sie kann nun statt wie früher 384 insgesamt 395 Reisende in zwei Klassen befördern. Gleichzeitig stieg die Reichweite um knapp 28 auf neuerdings 16.196 Kilometer. «Mit dieser Änderung werden die Treibstoffeffizienz und der Wert der 777-8 weiter verbessert», so ein Sprecher von Boeing.

Nur wenige Orders für die kleine 777X

Wann die kleinere Variante der 777X auf den Markt kommt, ist allerdings noch nicht klar. Zuletzt hatte Boeing erklärt, an der 777-8 festzuhalten, die auf den 777-8 Frachter folgen werde. Die ersten Auslieferungen der Cargovariante sind für 2027 geplant. Die ersten Exemplare der größeren 777-9 sollen ab 2025 an Emirates und Lufthansa ausgeliefert werden.

Kürzlich hat Emirates ihre Bestellung für die 777X jedoch angepasst. Die Golfairline will statt 16 777-8 nun 16 weitere 777-9.  Damit erwartet sie nur noch 19 Exemplare der kleineren Variante. Neben Emirates haben nur noch Etihad und Qatar Airways die 777-8 in der Passagiervariante bestellt.

777-8 kann für Boeing Sinn ergeben

Auch wenn bisher nur wenige Bestellungen vorliegen, könnte es für Boeing Sinn ergeben, die 777-8 weiterhin anzubieten. Denn gewisse Airlines setzen vielleicht gerne auf eine Einheitsflotte, brauchen aber auch kleinere Langstreckenflugzeuge. Hier könnte dann der amerikanische Hersteller mit der 777-8 neben der 777-9 helfen - und zugleich Airbus bei diesen Kunden fernhalten.

Das lohnt sich aber nur, wenn Boeing wirklich genug Orders einsammeln kann, um die Entwicklungskosten für die Variante zu rechtfertigen.

Mehr zum Thema

Das Duell zwischen Airbus A350 F und Boeing 777-8 F

Das Duell zwischen Airbus A350 F und Boeing 777-8 F

Bildschirme im Cockpit: Sind alle berührungssensitiv.

Mit diesen Dingen will Boeing die Arbeit im Cockpit der 777X erleichtern

Michael Arthur und das Triebwerk der Boeing 777X: Verspätungen passieren.

«Für die 777X-Kunden wie Lufthansa tut es uns leid»

ticker-boeing-1

Boeing steigert Auslieferungen im September auf Jahreshöchststand

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack