Der amerikanische Flugzeubauer muss seine Erwartungen für die Erholung der Verkehrsflugzeugsparte erneut nach hinten korrigieren. Statt wie bislang geplant schon 2026 rechnet ern nun erst 2027 mit einem operativen Gewinn. Hauptgrund sind höhere Kosten, unter anderem im Zusammenhang mit der Übernahme des Zulieferers Spirit Aerosystems, so Boeing.
Im Fokus bleibt bei Boeing die Steigerung der Produktion, insbesondere beim wichtigen Modell 737 Max. Die Monatsrate soll von derzeit rund 42 auf 47 Flugzeuge steigen, insgesamt sind etwa 500 Auslieferungen im Jahr geplant. Kurzfristige Probleme – etwa beschädigte Verkabelungen bei rund 25 Jets – sollen das Jahresziel aber nicht gefährden.
Auch beim Langstreckenjet 787 kommt es zu Verzögerungen, vor allem wegen aufwändiger Zertifizierungen neuer Business-Class-Sitze. Boeing will die Produktion dennoch bis Ende 2026 von acht auf zehn Maschinen pro Monat erhöhen.
Ein komplett neues Flugzeugprogramm ist vorerst nicht geplant. Boeing setzt stattdessen darauf, bestehende Programme zu stabilisieren, die Lieferketten zu entlasten und die Zertifizierung weiterer Varianten wie der 737-7, 737-10 und 777-9 voranzutreiben.