Der aktuelle Hauptsitz von Boeing in Chicago: Auszug angesagt.

Hauptsitz weg von ChicagoBoeing entfernt sich noch weiter von Seattle

Vor 21 Jahren zog der Flugzeugbauer mit seiner Zentralverwaltung aus Seattle weg und nach Chicago. Jetzt verlegt er den Hauptsitz wieder - aber nicht zurück in den Nordwesten der USA.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Kurz vor der Jahrtausendwende machte sich die Führung von Boeing Gedanken zur künftigen Strategie. Und dabei wurde schnell klar, dass der Hauptsitz des Konzerns nicht in Seattle bleiben konnte. Man suchte nach einem neutralen Ort, der nicht direkt mit einer der großen Einheiten des Konzerns verbunden war.

1915 hatte William Edward Boeing in Seattle begonnen, ein Flugzeug zu bauen. Das B & W Seaplane entstand, das  später auch Boeing Model 1 hieß. Es war der Anfang des Aufstiegs zum größten Exporteur der USA und zu einem der größten Flugzeugbauer, Raumfahrttechnologieanbieter und Rüstungshersteller der Welt.

Dallas/Fort Worth? Denver? Chicago!

Bis heute werden in Seattle die Mehrheit der zivilen Flugzeuge von Boeing gebaut. Und dort hatte der Konzern bis 2001 auch seinen Hauptsitz. Doch als Folge der Strategiediskussionen beschloss er damals einen Umzug. Südkalifornien, Wichita, Philadelphia und St. Louis kamen nicht infrage, da sich in allen Städten namhafte Produktionsstätten befanden.

Zugleich wollte die Führung aber einen Ort suchen, der gut zu erreichen war und die Reisezeiten innerhalb des Konzerns minimierte. Am Schluss standen Chicago, Dallas/Fort Worth und Denver zur Auswahl. Die Führung entschied sich für die Stadt am Lake Michigan. Die gesamte zentrale Verwaltung zog in der Folge um in ein Hochhaus direkt am Chicago River.

Viele Vorteile in Arlington

Doch jetzt ist wieder Umzug angesagt. Boeing hat beschlossen, Chicago wieder zu verlassen. Der globale Hauptsitz wird nach Arlington im Bundesstaat Virginia verlegt. Die Region sei strategisch sinnvoll, «da sie nahe bei unserer Kundschaft und unseren Anspruchsgruppen liegt und Zugang zu erstklassigen Ingenieuren und technischen Talenten bietet», kommentiert Konzernchef Dave Calhoun.

Der neue Boeing Hauptsitz in Arlington: Ein Steinwurf von Washington DC entfernt. Bild: Boeing

Arlington liegt gleich gegenüber von Washington DC. Kontakte zur Politik werden also noch einfacher, zugleich ist New York ebenfalls nicht weit entfernt, wo die Finanzbranche beheimatet ist. Boeing kann mit der Wahl also gleich zwei wichtige Anspruchsgruppen abdecken. Zudem befinden sich mit der Georgetown University, George Washington University und University of Maryland gute Hochschulen in der Gegend.

Auch neues Forschungszentrum

Zugleich baut Boeing in Arlington nämlich ein Forschungs- und Technologiezentrum auf. Es wird sich auf die Entwicklung von Innovationen in den Bereichen Cybersicherheit, autonome Operationen, Quantenwissenschaften sowie Software- und Systemtechnik konzentrieren.

Mehr zum Thema

Boeing 777-9: Sammelt immer mehr Verspätungen ein.

Boeing liefert 777-9 erst ab 2025 und pausiert Produktion

Boeing 787 von Emirates: So soll sie aussehen.

Emirates lässt Boeing-787-Order wackeln

Damit begann alles: Das B & W Seaplane, das später auch Boeing Model 1 hieß. Es war 8,38 Meter lang, hatte eine Spannweite von 15,8 Meter und konnte bis zu 120 Kilometer pro Stunde schnell fliegen. Zwei Stück wurden gebaut und nach Neuseeland verkauft.

Der tollkühne Herr Boeing mit seinen fliegenden Kisten

Flugzeuge von Belavia: US-Sanktionen gegen die Staatsairline wurden gelockert.

Belavia darf offenbar wieder direkt bei Boeing einkaufen

Video

Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 d aihz duesseldorf
Zum Abschied gab es für die D-AIHZ noch einen Wassersalut: Am Montag hat auch der letzte Airbus A340-600 von Lufthansa Düsseldorf und Deutschland verlassen.
Timo Nowack
Timo Nowack