Dreamliner von Boeing: Macht momentan einen Alptraum durch.

B787: Dreamliner im Sinkflug

Die USA erteilen dem Dreamliner ein Startverbot. Auch die Airlines reagieren nach und nach und lassen ihre B787 am Boden. Boeing gibt sich zuversichtlich.

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Es ist ein ziemlicher Alptraum für Boeing: Auch wenn es zunächst noch hieß, man halte den Dreamliner für ein sicheres Flugzeug – nun hat die US-Luftfahrtbehörde FAA dem Flieger von Boeing bis auf weiteres ein Startverbot erteilt. Erst müsse man feststellen, wie das Problem mit den Lithium-Ionen-Akkus gelöst werden könne, welches vergangene Woche zum ersten Zwischenfall in einer ganzen Reihe geführt hatte. In einem JAL-Dreamliner in Boston war ein Brand ausgebrochen.

Die FAA will mit Boeing und mit den Airlines zusammenarbeiten, um das Problem zu lösen. Der Flugzeugbauer selbst gibt sich in einer Stellungnahme optimistisch – auch wenn es eine solch harte Maßnahme gegen einen US-Produzenten seit mehr als 30 Jahren nicht mehr gab. «Wir sind sicher, dass die B787 sicher ist und stehen voll hinter ihrer grundsätzlichen Integrität», lässt sich Boeing-Chen Jim Mc Nerney in einer Mitteilung zitieren. Man werde mit den Behörden zusammenarbeiten und die Sicherheit der Passagiere stehe dabei an oberster Stelle.

Andere Behörden folgen

In den USA ist von der Anweisung momentan nur United Airlines betroffen, die als bisher einzige US-Fluggesellschaft sechs Dreamliner in ihrer Flotte hat. Doch auch in Japan lassen die Airlines nach einer Notlandung am Mittwoch (16. Januar) die B787 am Boden. Auch bei der Notlandung eines All Nippon Airways-Jets hatte sich Rauch bei einer Batterie entwickelt, die sich unter dem Cockpit befindet. Flüssigkeit war ausgetreten. Allein mit dem Grounding in den USA und Japan sind insgesamt 30 Jets und damit mehr als die Hälfte aller 50 Dreamliner, die momentan im Dienst sind, betroffen.

Doch inzwischen haben auch andere Länder nachgezogen. Indiens Luftfahrtbehörde reagierte. Auch Air India lässt alle sechs Dreamliner, die die Nationalairline in der Flotte hat am Boden. Die Chilenische Lan groundet alle drei Dreamliner. Man handele «In Reaktion auf den Beschluss der FAA», teilte die Airline mit. Die chilenischen Behörden hätten das angeordnet.

Qatar strich einen Flug

Die drei anderen Betreiber, die polnische Lot, Ethiopian und Qatar Airways, haben noch kein offizielles Statement zum Thema herausgegeben. Zumindest Qatar aber scheint seine eigenen Probleme mit dem Jet zu haben. Kurz vor dem FAA-Statement wurde bekannt, dass die Golf-Airline einen Flug von London nach Doha gestrichen hatte, ohne einen genaueren Grund zu nennen. Flug QR076, der kurz nach 15 Uhr starten sollte, wird von einem Dreamliner bedient. Qatar-Chef AKbar Al Baker hatte sich bereits im Voraus schon öfter über die Probleme beim Dreamliner beschwert.

Von den Kunden, die auf ihre Dreamliner warten, hieß es bisher immer, man bleibe bei seiner Entscheidung. In diesem Jahr sollen Thomson Airways, Norwegian Air Shuttle, China Southern, Hainan Airlines, Aeromexico und Qantas B787 erhalten. Bei China Southern und Hainan jedoch steht noch nicht fest, wann genau die Behörden die B787 zertifizieren. Eigentlich hatte das längst stattfinden sollen, doch die Regierung traut dem Boeing Jet angesichts der neuen Probleme nicht so ganz. In Deutschland hat Air Berlin 15 Dreamliner bestellt. Zu der aktuellen Situation wolle man aber momentan keine Stellung nehmen, heißt es von Air Berlin gegenüber aeroTELEGRAPH. An den 15 Bestellungen habe sich aber nichts geändert.

Einiges steht auf dem Spiel

Auch wenn Boeing sich optimistisch gibt - für den Flugzeugbauer steht einiges auf dem Spiel. Wie Luftfahrt- und Zertifizierungsexperte Hans Weber in einem Interview gegenüber aeroTELEGRAPH erwähnte, könnte unter anderem die Zertifizierung für ETOPS-Langstreckenflüge auf dem Spiel stehen. Diese aber braucht der Flieger dringend, um für die Airlines profitabel zu sein.

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