Radar-Aufzeichnung der Bundeswehr: Es wurde knapp.

Ryanair: Fast-Kollision bei Hahn

Eine Boeing B737 der irischen Billigairline stieß beim Landeanflug auf den deutschen Flughafen beinahe mit einem Segelflieger zusammen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Dafür, dass die Situation ziemlich ernst war, blieben die Ryanair-Piloten gelassen. Sie waren mit ihrer Boeing B737 in Alghero in Italien gestartet und befanden sich gerade im Anflug auf den Flughafen Frankfurt-Hahn. Als sie kurz nach 17:30 Uhr auf einer Höhe von rund 2000 Metern flog und vom Lotsen schon die Freigabe auf rund 1500 Meter zu sinken hatte, entdeckte der Kopilot laut einem Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung BFU ein Segelflugzeug. Das kam dem Ryanair-Flieger mit 108 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern ziemlich nah.

Laut BFU gab die Besatzung an, dass der Segelflieger rund 30 Meter unter ihrem Flugzeug flog. Der geringste seitliche Abstand betrug laut Aufzeichnungen des militärischen Radars der Bundeswehr rund 185 Meter.

Im Sichtflug unterwegs

Auf dem Radar der Fluglotsen tauchte der Segelflieger nicht auf, da er auf Sicht flog und keine Radar-Instrumente an Bord hatte. Die Identität des Segelpiloten ist den Behörden nicht bekannt. In dieser Höhe hätte er sich ohne die nötige Ausrüstung nicht aufhalten dürfen.

Die Piloten ließen sich von der Begegnung nicht aus der Ruhe bringen. «Äh, nur damit ihr's wisst, wir sind vor etwa zwei Meilen einem Segelflieger begegnet», so ihre Durchsage laut Informationen des BFU. Laut den Aussagen des Kopiloten war es ein in Deutschland registriertes Segelflugzeug mit orangen Streifen.

Ryanair bemängelt gegenüber aeroTELEGRAPH die Sicherheit im Luftraum, in dem sich der Flieger befand. «Ryanair hat sowohl der IAA als auch den deutschen Behörden von diesem Vorfall berichtet», so eine Sprecherin. «Die unkontrollierte Aktivität des Segelfliegers stellt ein Sicherheitsproblem dar, mit dem sich nun die die deutschen Behörden und die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) umgehend befassen müssen.»

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Michael O’Leary bleibt weitere secsh Jahre Chef von Ryanair Group

ticker-ryanair

Ryanair baut Winterangebot ab Münster/Osnabrück aus

Kabine von Ryanair: Die Airline erhebt in England eine Gebühr, wenn man neben seinen Kindern sitzen will.

Bittet Ryanair Familien, die zusammensitzen wollen, unrechtmäßig zur Kasse?

ticker-ryanair

Ryanair erstmals seit Börsengang im Jahr 1997 schuldenfrei

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg