Radar-Aufzeichnung der Bundeswehr: Es wurde knapp.

Ryanair: Fast-Kollision bei Hahn

Eine Boeing B737 der irischen Billigairline stieß beim Landeanflug auf den deutschen Flughafen beinahe mit einem Segelflieger zusammen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Dafür, dass die Situation ziemlich ernst war, blieben die Ryanair-Piloten gelassen. Sie waren mit ihrer Boeing B737 in Alghero in Italien gestartet und befanden sich gerade im Anflug auf den Flughafen Frankfurt-Hahn. Als sie kurz nach 17:30 Uhr auf einer Höhe von rund 2000 Metern flog und vom Lotsen schon die Freigabe auf rund 1500 Meter zu sinken hatte, entdeckte der Kopilot laut einem Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung BFU ein Segelflugzeug. Das kam dem Ryanair-Flieger mit 108 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern ziemlich nah.

Laut BFU gab die Besatzung an, dass der Segelflieger rund 30 Meter unter ihrem Flugzeug flog. Der geringste seitliche Abstand betrug laut Aufzeichnungen des militärischen Radars der Bundeswehr rund 185 Meter.

Im Sichtflug unterwegs

Auf dem Radar der Fluglotsen tauchte der Segelflieger nicht auf, da er auf Sicht flog und keine Radar-Instrumente an Bord hatte. Die Identität des Segelpiloten ist den Behörden nicht bekannt. In dieser Höhe hätte er sich ohne die nötige Ausrüstung nicht aufhalten dürfen.

Die Piloten ließen sich von der Begegnung nicht aus der Ruhe bringen. «Äh, nur damit ihr's wisst, wir sind vor etwa zwei Meilen einem Segelflieger begegnet», so ihre Durchsage laut Informationen des BFU. Laut den Aussagen des Kopiloten war es ein in Deutschland registriertes Segelflugzeug mit orangen Streifen.

Ryanair bemängelt gegenüber aeroTELEGRAPH die Sicherheit im Luftraum, in dem sich der Flieger befand. «Ryanair hat sowohl der IAA als auch den deutschen Behörden von diesem Vorfall berichtet», so eine Sprecherin. «Die unkontrollierte Aktivität des Segelfliegers stellt ein Sicherheitsproblem dar, mit dem sich nun die die deutschen Behörden und die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) umgehend befassen müssen.»

Mehr zum Thema

ticker-wizzair-1

Wizz Air und Ryanair nehmen Flüge nach Jordanien wieder auf

Boeing 737 von Ryanair: Bald mehr in Riga unterwegs.

Ryanair verspottet Air Baltic als «Zombie» - und greift die kriseldne Airline frontal an

ticker-ryanair

Boeing 737 Max von Ryanair kommt bei Landung mit Winglet der Piste gefährlich nahe

ticker-ryanair

39 Prozent der Ryanair-Aktionärinnen und -Aktionäre stimmen gegen Michael O’Learys Vergütung

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier