Die Gefahrenzone hinter und vor einem Flugzeug bei Leerlauf Schubumkehr.

SchubstrahlBoeing 777 schleudert in Frankfurt Frau zu Boden

Zwischenfall am größten deutschen Flughafen: Der Schubstrahl der Triebwerke schleuderte eine Bodenmitarbeiterin in Frankfurt aufs Vorfeld. Solche Vorfälle ereignen sich meisten in einer ganz bestimmten Situation.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es ist eine geballte Kraft, die hinten als Luftstrahl aus den Triebwerken schießt. Gleich beim Austritt kann der Strahl eine Geschwindigkeit von 600 Kilometer pro Stunde erreichen. Beim Leitwerk kann er gemäß Boeing noch bis zu 480 Kilometer pro Stunde erreichen, rund 60 Meter hinter dem Flugzeug noch 240 Kilometer pro Stunde. Das entspricht immer noch einem Wirbelsturm der Kategorie 5.

Dies wurde jetzt einer Bodenmitarbeiterin am Flughafen Frankfurt zum Verhängnis. Nachdem eine Boeing 777 am Abend des 4. September vom Schlepper zurückgestoßen worden war, hielt das Flugzeug nochmals kurz an. Dann rollte es wieder los. Und dabei wurde die Frau vom Schubstrahl der Triebwerke erfasst und zu Boden geschleudert, wie es im neuesten Monatsbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung BFU heißt.

Mitarbeitende werden auf Gefahren geschult

Die Frau wurde bei dem Zwischenfall nur leicht verletzt. Genauere Angaben macht die BFU nicht. Als Leichtverletzter gilt ein Verunglückter in der Regel, wenn er eine ambulante Behandlung benötigte oder weniger als 24 Stunden zur Beobachtung ins Krankenhaus musste. Daneben wurden auch abgestellte Leercontainer am Flughafen Frankfurt beschädigt.

Unfälle durch den Schubstrahl von Triebwerken sind selten. Denn die Mitarbeitenden in den Gefahrenbereichen werden auf die Risiken des Schubstrahls hingewiesen. Dennoch passiert es ab und an, dass Personen und Gegenstände von der Kraft erfasst werden. Fast die Hälfte der Vorfälle ereigne sich auf Rollwegen sowie neben oder auf Start- und Landebahnen, so die Nasa basierend auf einer Auswertung des Aviation Safety Reporting Systems, in dem Zwischenfälle in den USA erfasst werden.

Besonderes Risiko beim Drehen

Die andere Hälfte geschehe auf dem Vorfeld. Diese Fälle «standen immer im Zusammenhang mit scharfen Drehungen des Flugzeugs während eines Pushback-, Powerback-, Taxi-out- oder Taxi-in-Manövers in ein Gate», so die Nasa weiter. Der Einsatz eines Schleppers oder einer Zugmaschine verhindere Vorfälle nicht, wenn das Flugzeug scharf gedreht wurde.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Grafiken von Boeing zu den Gefahrenzonen bei Triebwerken.

Mehr zum Thema

Ausschnitt aus dem Überwachungsvideo mit Erklärungen des Sust: Der Abstand zwischen den Flugzeugen betrug rund 86 Meter.

A320 von Easyjet pustet Piper in die Höhe

Eingesaugter Container bei Japan Airlines 2009: Triebwerke saugen eine Tonne Luft pro Sekunde an.

Triebwerk saugt Frachtcontainer ein

Warnschild in St. Maarten: Es wird nicht von allen beachtet.

Frau stirbt bei riskanter Aktion in St. Maarten

ticker-deutschland

So entwickelt sich der Luftverkehr in Deutschland in den nächsten sechs Monaten

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack