Absturz der Boeing 737 von Ukraine InternationalWas über Unglücksflug PS752 bekannt ist

Der Absturz der Boeing 737 von Ukraine International ist die Folge eines versehentlichen Abschusses durch eine iranische Rakete. Was bisher bekannt ist.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Eine Boeing 737-800 on Ukraine International ist am Mittwoch (8. Januar) bei Teheran abgestürzt. Alle 176 Insassen starben. Was zum tragischen Unglück bisher bekannt ist:

Der Flugverlauf: Die Boeing 737-800 verließ das Gate am Imam Khomeini International Airport um 6:05 Uhr Ortszeit mit rund 50 Minuten Verspätung. Um 6:12 Uhr begannen die Piloten den Startlauf auf Piste 29R und erhielten von den Lotsen die Erlaubnis, auf Flugfläche 260 zu steigen. Auf etwas über 2400 Metern Höhe über Meer oder 1400 Metern über Boden - rund sechs Minuten nach dem Start - sandte die Maschine zum letzten Mal ein Signal aus und verschwand vom Radar. Sie war da etwas über 500 Kilometer pro Stunde schnell.

Der Absturz: Die Boeing 737 stürzte rund 15 Kilometer nördlich des größten Flughafens von Teheran ab. Sie fiel in Felder, auf einen Bewässerungskanal und unbebautes Gelände im Vorort Parand. Augenzeugen und glaubwürdige Videos zeigen, dass die Boeing 737 brannte, als sie abstürzte. Die Aufnahme einer Sicherheitskamera in der Nähe des Absturzortes zeigt, wie die Nacht plötzlich hell erleuchtet wird, danach sieht man, wie brennende Trümmerteile zu Boden fallen.

Die Unglücksursache: Der Iran sprach nach dem Unglück schnell von einem technischen Defekt und einem Triebwerksproblem. Als die USA und Kanada erklärten, die Boeing 737 sei abgeschossen worden, widersprach das Land. Nach drei Tagen gab Teheran dann aber zu, die Passagiermaschine versehentlich abgeschossen zu haben.

Der Flug: Ukraine International führte Flug PS752 von Teheran nach Kiew vier Mal pro Woche durch. Die Reise dauerte normalerweise zwischen dreieinhalb und vier Stunden. Die Flüge wurden inzwischen ausgesetzt. Die Fluggesellschaft erklärte, ihre Piloten würden den Imam Khomeini International Airport gut kennen, da man dort Trainings absolviere - unter anderem, um Notfallszenarien zu üben.

Die Besatzung: Vier Flugbegleiterinnen und zwei Flugbegleiter befanden sich an Bord. Im Cockpit saßen der Flugkapitän mit 11.600 Stunden Erfahrung auf der Boeing 737, ein Instruktor mit 12.000 Stunden und der Kopilot mit 7600 Flugstunden auf der Boeing 737. Alle Mitglieder der Crew waren Ukrainer.

Die Passagiere: 167 Passagiere reisten mit Flug PS752. 82 davon waren Iraner, 63 Kanadier, zehn Schweden, sieben Afghanen, drei Briten und zwei Ukrainer. Die Angaben zu den Nationalitäten schwanken, weil viele der Passagiere eine doppelte Staatsbürgerschaft besaßen.

Das Flugzeug: Die verunglückte Boeing 737-800 trug das Kennzeichen UR-PSR. Die Maschine war dreieinhalb Jahre alt und gehörte der amerikanische Leasinggesellschaft Varangian. Ukraine International war die erste Betreiberin des Jets.

Mehr zum Thema

Trümmer von Flug PS752: Die Boeing 737 von Ukraine International wurde im Iran abgeschossen.

Boeing 737 von Ukraine International wurde wohl abgeschossen

Ukraine International trainierte Piloten in Teheran

Ukraine International trainierte Piloten in Teheran

Westliche Flugzeuge von Aeroflot: Russland führt ein eigenes Regelwerk für die Luftfahrt ein .

Ohne Westen: Russland baut eigenes Luftfahrt-Regelwerk auf

boeing 737 max 10 island

Boeing treibt Arbeiten an neuem Flugzeugmodell voran - und das soll größer als die 737 Max werden

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil