Ryanair-Flieger: Bald mit Bettpfannen unter dem Sitz?

Ryanair will auch ohne WC fliegen

Der Billigflieger denkt erneut laut über Sparmöglichkeiten nach. Toiletten scheinen ihm offenbar nicht so wichtig zu sein.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Pornofilme an Bord, Stehplätze, kostenpflichtige Toiletten - eigentlich sollte einen bei Michael O'Leary wenig überraschen. Seine neuste Sparidee dürfte aber für viele einen Schritt zu weit gehen. Wenn alles so läuft, wie der exzentrische Ryanair-Chef es sich vorstellt, könnte in Zukunft bald eine neue Durchsage vor Abflug ertönen: «Für alle die nochmal müssen: Gehen Sie jetzt auf die Toilette. Für jegliche Unannehmlichkeiten während des Fluges übernehmen wir keine Verantwortung.»

Wie die englische Zeitung Daily Mirror berichtet, will die Airline ihre Flieger künftig auch dann abheben lassen, wenn die Toiletten an Bord nicht funktionieren. Das steht in einem internen Schreiben, das - wohl nicht ganz unabsichtlich - an verschiedene britische Medien gelangte. «Für den seltenen Fall, dass es ein technisches Problem mit allen Toiletten an Bord gibt, darf das Flugzeug auch ohne funktionierende Toiletten starten. Passagiere, die die Reise nicht antreten wollen, können eine Entschädigung beantragen», heißt es in der Aktennotiz.

Bis zu vier Stunden ausharren

Das würde heißen: Je nach Flugstrecke bis zu vier Stunden mit voller Blase ausharren. Ob wirklich alle 189 Passagiere an Bord der Boeing B737 der Airline das schaffen würden, ist fraglich. Bei der Fluggesellschaft selbst bleibt man bei dem Thema vage. «Wir müssen jede noch so unwahrscheinliche Situation durchspielen», heißt es von einem Ryanair-Sprecher.

Die Toiletten beschäftigen Michael O'Leary bereits einige Zeit. Zunächst wollte der Ryanair-Chef Bezahltoiletten einführen. Doch nach einer Empörungswelle legte er die Idee wieder auf Eis. Im vergangenen Herbst dann kündigte die Fluggesellschaft dann an, man wolle eine der beiden Toiletten in den B737 entfernen, um mehr Platz für Passagiere zu schaffen. Bisher ist 189 die zugelassene Höchstzahl für Passagiere in den Boeing-Fliegern. Doch Ryanair hatte den Produzenten bereits gebeten, eine höhere Zahl zertifizieren zu lassen. Gut möglich also, dass die neuen Überlegungen auch mit diesen Plänen zusammenhängen - immerhin gibt es im Falle des Ausfalls einer Toilette keinen Ersatz mehr. Die Getränke-Verkäufe an Bord aber dürfte der neue Schritt sicherlich nicht unbedingt ankurbeln.

Mehr zum Thema

ticker-spanien

Spanien, Italien und Griechenland treiben Wachstum im europäischen Flugmarkt

ticker-ryanair

Italiens höchstes Gericht hebt Millionenstrafe gegen Ryanair auf

ticker-ryanair

Ryanair fliegt auch im Winter von Paderborn/Lippstadt nach Alicante

ticker-ryanair

Abbau von Ryanair in Griechenland: Diese Strecken nach Deutschland und Österreich fallen weg

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil