Vietnam AirlinesBienenschwarm nimmt Passagiere als Geisel

Ungewöhnlicher Grund: Eine tierische Bedrohung hinderte die Passagiere eines Flugzeuges von Vietnam Airlines am vergangenen Wochenende am Aussteigen.

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In Ho-Chi-Minh-Stadt gelandet war Vietnam-Airlines-Flug VN265 aus Hanoi am vergangenen Samstag (11. Juni) pünktlich. Doch bis die Passagiere dann tatsächlich aussteigen konnten, mussten sie sich noch eine Weile gedulden. Der Kapitän entschloss, die Türen aus Sicherheitsgründen nicht zu öffnen.

Die Gefahr, der die Passagiere sonst ausgesetzt gewesen wären: Ein Schwarm von Bienen. Tausende der Insekten waren nach dem Parken über den Airbus A330 hergefallen. Sie hatten es sich rund um die Flugzeugnase herum bequem gemacht. Offenbar hatten sich die Bienen zuvor wegen eines Regenschauers in der Passagierbrücke aufgehalten und waren beim Andocken dann in Richtung Flugzeug von Vietnam Airlines geflogen.

Folgeflug hatte Verspätung

Die Passagiere des Fliegers mussten also so lange warten, bis es Flughafenmitarbeitern gelungen war, die Insekten zu verscheuchen. Das wirkte sich auch auf den folgenden Flug aus. Er musste wegen des kuriosen Zwischenfalls mit 40 Minuten Verspätung abheben.

Insekten stoppen Flieger ab und zu. Kürzlich wurde über einen neuen Untersuchungsbericht bekannt, dass ein Airbus A330 von Etihad beim Start Probleme hatte. Zuerst war aber nicht bekannt warum. Im Nachhinein fanden Ermittler ein Wespennest, das die so genannte Pitot-Sonde des Airbus-Jets verstopft hatte. Kann keine Luft mehr in das Rohr strömen, kann das Gerät auch keine Angaben zur Geschwindigkeit mehr machen.

Biene in Pitot-Sonde verflogen

Techniker hatten das beim Zwischencheck nicht bemerkt. Einen ähnlichen Vorfall gab es bereits vergangenen Juni in Großbritannien. Eine Biene verflog sich damals in der Pitot-Sonde Bombardier Dash 8-400 von Flybe. Nach dem Start bekamen die Piloten deshalb keine verlässlichen Geschwindigkeitsangaben und kehrten um.

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Redaktion