Ein A320 Cockpit:  Der angeklagte Copilot war bei Delta Air Lines A320-Pilot.

Delta Air LinesBewaffneter Kopilot droht, Kapitän zu erschießen

In den USA gibt es bewaffnetes Cockpitpersonal, um Flugzeugentführungen zu verhindern. Doch ein Kopilot von Delta nutzte seine Waffe anders. Jetzt steht er vor Gericht.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurden die Sicherheitsvorschriften in der Luftfahrt massiv verschärft. Neben präventiven Maßnahmen am Boden setzen die USA seitdem auch verstärkt auf Sicherheitspersonal in der Luft. Neben Sky Marshalls, die es schon seit 1962 gibt, wurde 2001 auch auf bewaffnetes Cockpitpersonal eingeführt, das das Cockpit auf Inlandsflügen vor Entführungen schützen soll.

Die Piloten mit Waffe sind Teil des Federal Flight Deck Officer (FFDO)-Programms der US-Verkehrssicherheitsbehörde (TSA), die dem Heimatschutzministerium unterstellt ist. Der Vorteil der FFDOs gegenüber Sky Marshalls sind die Kosten: Ihr Einsatz kostet nur 24 Dollar pro Flug, während der Einsatz von Sky Marshalls bei rund 3000 Dollar liegen soll.

Federal Flight Deck Officer droht Piloten zu erschießen

Um Teil des FFDO-Programms zu werden, müssen Interessierte angestellte Berufs- oder Frachtpiloten oder Flugingenieure sein und die US-Staatsbürgerschaft besitzen. Teilnehmende durchlaufen eine spezielle Ausbildung, inklusive Theorie- und Schießkursen. Mehr Gehalt bekommen die FFDOs nicht. Ihre Waffe bekommen sie von der Verkehrssicherheitsbehörde.

In den USA hat ein bewaffneter Kopilot seine Waffe gezückt, um Einfluss auf die Flugroute zu nehmen. Der ehemalige First Officer und Federal Flight Deck Officer von Delta Air Lines ist angeklagt, einen schweren Eingriff in den Luftverkehr begangen zu haben. Er soll am 22. August 2022 auf einem Delta-Air-Lines-Flug den Piloten mehrfach mit seiner Waffe bedroht haben.

Bis zu 20 Jahre Haft

Zuvor soll es zu einer Meinungsverschiedenheit im Cockpit gekommen sein. Der Pilot wollte aufgrund eines medizinischen Vorfalls an Bord die Maschine schnell landen. Der Kopilot soll dagegen gewesen sein, seine Waffe gezückt haben und dem Piloten mehrfach gedroht haben, ihn zu erschießen, sollte er nicht am geplanten Flughafen landen. Die genaue Route des Fluges wurde nicht bekannt gegeben und es ist auch nicht klar, ob der Flug letztendlich umgeleitet wurde oder nicht.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde teilte gegenüber CBS mit, dass der Pilot aus dem FFDO-Programm entfernt worden sei. Man könne sich jedoch aufgrund der andauernden Untersuchung nicht weiter äußern. Delta teilte CBS mit, dass er nicht mehr bei der Fluggesellschaft beschäftigt sei. Der Pilot soll am 16. November vor Gericht erscheinen. Ihm droht bei einer Verurteilung eine bis zu 20-jährige Haftstrafe.

Mehr zum Thema

Wie 9/11 die Luftfahrt veränderte

Wie 9/11 die Luftfahrt veränderte

Sky Marshall beim Training: Auch schießen auf engem Raum müssen die Spezialkräfte können.

Wenn der Backpacker eigentlich Sky Marshal ist

Warum keine Waffe ins Cockpit gehört

Airbus A321 Neo: Hier ein Exemplar vom Ableger Wizz Air Abu Dhabi.

Wizz Air will in die USA fliegen

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack