Ein A320 Cockpit:  Der angeklagte Copilot war bei Delta Air Lines A320-Pilot.

Delta Air LinesBewaffneter Kopilot droht, Kapitän zu erschießen

In den USA gibt es bewaffnetes Cockpitpersonal, um Flugzeugentführungen zu verhindern. Doch ein Kopilot von Delta nutzte seine Waffe anders. Jetzt steht er vor Gericht.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurden die Sicherheitsvorschriften in der Luftfahrt massiv verschärft. Neben präventiven Maßnahmen am Boden setzen die USA seitdem auch verstärkt auf Sicherheitspersonal in der Luft. Neben Sky Marshalls, die es schon seit 1962 gibt, wurde 2001 auch auf bewaffnetes Cockpitpersonal eingeführt, das das Cockpit auf Inlandsflügen vor Entführungen schützen soll.

Die Piloten mit Waffe sind Teil des Federal Flight Deck Officer (FFDO)-Programms der US-Verkehrssicherheitsbehörde (TSA), die dem Heimatschutzministerium unterstellt ist. Der Vorteil der FFDOs gegenüber Sky Marshalls sind die Kosten: Ihr Einsatz kostet nur 24 Dollar pro Flug, während der Einsatz von Sky Marshalls bei rund 3000 Dollar liegen soll.

Federal Flight Deck Officer droht Piloten zu erschießen

Um Teil des FFDO-Programms zu werden, müssen Interessierte angestellte Berufs- oder Frachtpiloten oder Flugingenieure sein und die US-Staatsbürgerschaft besitzen. Teilnehmende durchlaufen eine spezielle Ausbildung, inklusive Theorie- und Schießkursen. Mehr Gehalt bekommen die FFDOs nicht. Ihre Waffe bekommen sie von der Verkehrssicherheitsbehörde.

In den USA hat ein bewaffneter Kopilot seine Waffe gezückt, um Einfluss auf die Flugroute zu nehmen. Der ehemalige First Officer und Federal Flight Deck Officer von Delta Air Lines ist angeklagt, einen schweren Eingriff in den Luftverkehr begangen zu haben. Er soll am 22. August 2022 auf einem Delta-Air-Lines-Flug den Piloten mehrfach mit seiner Waffe bedroht haben.

Bis zu 20 Jahre Haft

Zuvor soll es zu einer Meinungsverschiedenheit im Cockpit gekommen sein. Der Pilot wollte aufgrund eines medizinischen Vorfalls an Bord die Maschine schnell landen. Der Kopilot soll dagegen gewesen sein, seine Waffe gezückt haben und dem Piloten mehrfach gedroht haben, ihn zu erschießen, sollte er nicht am geplanten Flughafen landen. Die genaue Route des Fluges wurde nicht bekannt gegeben und es ist auch nicht klar, ob der Flug letztendlich umgeleitet wurde oder nicht.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde teilte gegenüber CBS mit, dass der Pilot aus dem FFDO-Programm entfernt worden sei. Man könne sich jedoch aufgrund der andauernden Untersuchung nicht weiter äußern. Delta teilte CBS mit, dass er nicht mehr bei der Fluggesellschaft beschäftigt sei. Der Pilot soll am 16. November vor Gericht erscheinen. Ihm droht bei einer Verurteilung eine bis zu 20-jährige Haftstrafe.

Mehr zum Thema

Wie 9/11 die Luftfahrt veränderte

Wie 9/11 die Luftfahrt veränderte

Sky Marshall beim Training: Auch schießen auf engem Raum müssen die Spezialkräfte können.

Wenn der Backpacker eigentlich Sky Marshal ist

Warum keine Waffe ins Cockpit gehört

ticker-usa

Luftfrachtbranche fordert Klarheit nach US-Gerichtsentscheidung zu Zöllen

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack