Qantas B737-800: Ein solcher Jet war in den Zwischenfall verwickelt.

Qantas-Jets auf Kollisionskurs

Ein Fehler eines Fluglotsen führte in Australien zu einer brenzligen Situation. Eine Boeing B737 und eine B717 rasten aufeinander zu.

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Die Boeing B717 war mit 115 Passagieren an Bord in Alice Springs gestartet. Um 13:30 Uhr Ortzeit begann sie am Dienstag vor einer Woche (2. Oktober) den Landeanflug auf Darwin. Der Flughafen der nordaustralischen Stadt wird von der Luftwaffe und dem Zivilverkehr gemeinsam genutzt. Der Lotse der Royal Australian Air Force wies ihr einen Flugkorridor zu. Er machte dabei aber einen katastrophalen Fehler. Er verwechselte die Passagiermaschine von Qantas Link mit einer militärischen Transportmaschine vom Typ Hercules C-130. Das führte zu einer überaus brenzligen Situation. «Wir erhielten vom Lotsen diverse Anweisungen, die keinen Sinn machten», schrieb der Pilot gemäß dem Nachrichtenportal Adelaide Now später in seinem Bericht zum Vorfall.

Kurze Zeit zuvor war nämlich eine Boeing B737-800 von Qantas mit 155 Reisenden in Richtung Melbourne auf Startbahn 29 gestartet. Das war just die Piste, auf der die B717 absetzen sollte. Und der Lotse wies der startenden Maschine auch den gleichen Pfad zu wie der landenden. Die beiden Maschinen rasten nun aufeinander zu. Das Anti-Kollisionssystem der Flieger warnte die Crews jedoch. Der Lotse erteilte ihnen im letzten Moment neue Anweisungen. Am Ende zeigten die Instrumente der B717 eine vertikale Distanz von 250 Metern an, um welche sich die Jets verfehlten. «Es muss aber viel weniger gewesen sein», schrieb der Pilot in seinem Bericht.

Lotse suspendiert

Das Australian Transport Safety Bureau untersucht nun den Zwischenfall in Darwin. Der Lotse der Luftwaffe wurde vom Dienst suspendiert, bis genauere Details zum Vorfall bekannt sind.

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