Cabin of an Airbus A350: Soon with new window technology.

OptionalBald lassen sich auch die Airbus-Fenster dimmen

Im Dreamliner gibt es schon lange dimmbare Fenster. Airbus fand die Technik dafür lange nicht ausgereift genug. Das ändert sich nun.

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Es ist im Grunde nur eine Kleinigkeit. Aber es war eine Neuerung, die zu Reden gab. Als Boeing 2004 den Dreamliner vorstellte, sorgten die Fenster des neuen Langstreckenfliegers für Aufsehen. Sie besitzen keine normalen Jalousien mehr, sondern können elektronisch verdunkelt werden. Bisher gibt es das noch bei keinem anderen großen Verkehrsflugzeug.

Airbus erklärte zwar schon 2013, dass man sich dimmbare Fenster auch für den A350 anschaue. Doch der europäische Flugzeughersteller fand die Technik damals noch viel zu unausgereift. Denn Passagiere beklagen sich bei Dreamlinern mitunter, dass sich die Fenster sie bei Sonnenschein nicht komplett verdunkeln lassen. Deshalb wartete der Boeing-Konkurrent noch ab.

Option beim Airbus A350...

Nun ist diese Wartezeit vorüber. Das amerikanische Technologieunternehmen Gentex meldet, dass Airbus seine Technologie künftig in seinen Flugzeugen anbieten wird. Der Flugzeughersteller will noch keine Details verraten, bestätigt aber, dass man dimmbare Fenster im Airbus A350 anbieten wird. «Dabei wird es sich aber um eine Option handeln», so ein Airbus-Sprecher zu aeroTELEGRAPH.

In Toulouse bemüht man sich zu betonen, dass sich die Technik von der in den Boeing 787 unterscheide. «Die Fenster werden 99,999 Prozent der Lichtsrahlen abblocken», so der Airbus-Sprecher. Gentext erklärt, die zusammen mit dem Flugzeugbauer entwickelte Verdunkelungstechnik sei doppelt so schnell und 100 Mal so stark wie frühere Anwendungen.

... und auch bei anderen Modellen?

Nicht nur besser sollen die dimmbaren Fenster für Airbus-Jets sein, sie sollen auch für kleineren Reparaturaufwand sorgen. Sie seien «mechanisch einfacher als die heutigen Jalousien, weil man sie keinen physischen Schließmechanismus brauchen», so der Airbus-Sprecher. Ein Austausch sei mit einem einzigen Arbeitsschritt möglich, erklärt Gentex.

Verfügbar werden die dimmbaren Fenster bei Airbus «in naher Zukunft» sein, wie es heißt. Ob es sie nur für den A350 geben wird oder auch für andere Modelle, das will Airbus noch nicht verraten. Mehr Details gebe es Ende März.

Erhitztes Gel macht den Unterschied

Mit den dimmbaren Fenstern können Fluglinien die Belastung der Flugbegleiter reduzieren. Sie können die ganze Kabine auf einen Schlag zentral verdunkeln und wieder erhellen – etwa wenn die Nacht hereinbricht oder die Landung bevorsteht. Der mühsame Gang durch die Kabine zum Schließen der Jalousien entfällt.

In den dimmbaren Fenstern ist eine dünne Gel-Schicht zwischen zwei Scheiben eingebaut. Wird sie erwärmt, verdunkelt sich das Fenster. Ausgelöst wird der Prozess per elektronisches Signal vom Sitzplatz aus oder durch die Crew.

Auch in der Boeing 777X

Zwei Tage nach der Ankündigung, dass Airbus mit Gentex-Technik arbeiten werde, teilte die Firma mit, dass auch Boeing bald zu den Kunden gehöre. In der 777X sollen ebenfalls die dimmbaren Fenster eingebaut werden.

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