Sieht unspektakulär aus, erzeugt aber Strom: Die neue Sonnenblende ist mit Solarzellen bestückt.

Grüner fliegenFlugzeugfenster erzeugt Strom

Fliegen gilt nicht gerade als die umweltfreundlichste Art zu reisen. Eine neue Sonnenblende könnte jetzt aber für eine etwas bessere Ökobilanz sorgen: Sie kann mobile Geräte aufladen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Seien wir mal ehrlich: Jeder einzelne von uns reist mit mindestens einem elektrischen Gerät – viele wohl auch mit mehreren. Egal ob Handy, Tablet, Laptop oder MP3-Spieler, alle Geräte brauchen Strom, schließlich halten die Akkus nicht ewig. In den meisten Flugzeugen gibt es mittlerweile Steckdosen, an denen die Geräte geladen werden können. Der Strom kommt von den Triebwerken - zur Produktion wird also Kerosin verbrannt.

B/E Aerospace versucht zumindest diesen Teil des Fliegens grüner zu machen: Solar Eclipse nennt sich ein neuartiges Fenstermodell. Die Idee ist simpel: Was wie eine ganz normale Sonnenblende aussieht ist zugleich ein Sonnenkollektor, der die Sonnenenergie in Strom umwandelt und sie über USB-Anschlüsse den Passagieren zur Verfügung stellt. «Supereffiziente dünne Solarzellen werden in die Sonnenblende integriert», erklärt B/E Aerospace das Konzept, für das sie jetzt in Hamburg an der Aircraft Interims Expo mit dem Crystal Cabin Award ausgezeichnet wurden. «Dabei entstehen zwischen 8 und 44 Watt.»

Sonnenblenden sparen Kerosin

Ein großer Vorteil der neuen Jalousien: Sie können einfach in jedes Flugzeug anstelle der jetzt bestehenden Sonnenblenden eingebaut werden. Der Rest der Kabine muss dafür nicht umgebaut werden. Dabei wiegt die neue Sonnenblende nur unwesentlich mehr als die bisherigen – zwischen 29 bis 50 Gramm. Laut B/E Aerospace spare die Blende aber gleichzeitig mehr Kerosin als durch ihr Zusatzgewicht verbrannt wird. In einer Boeing 737, die jeden Tag sechs Trips à 1000 Seemeilen macht, würden knapp 28‘000 Liter Kerosin im Wert von etwa 22‘000 Dollar im Jahr gespart werden. Zugleich fallen knapp 70‘000 Kilo CO2 weniger an.

Ein Problem bleibt aber: Nur wer beim Fenster sitzt, kann die beiden USB-Anschlüsse benutzen. Der produzierte Strom ist daher nicht für alle.

Mehr zum Thema

Ein Boeing-Video aus 2019/2020 zeigt, wie solche Fenster in der 777-9 aussehen könnten:

Lufthansa verzichtet in Boeing 777-9 größtenteils auf dimmbare Fenster

Dreharbeiten: Der Airbus A321 Neo und die Lampen.

Airbus A321 Neo verlor Fenster wegen Film-Scheinwerfern

Airbus A380 von Emirates, fast ohne Fenster: Könnte so aussehen wie in dieser Bildmontage.

Emirates-Präsident wünscht sich neuen Airbus A380 ohne Fenster

Kaputtes Fenster: Es war nur eine Schicht, die für die Sicherheit nicht relevant ist.

Kaputtes Dreamliner-Fenster sorgt für Panik bei Fluggästen

Video

kuwait airport
Nach einem iranischen Drohnenangriff musste Kuwait den kommerziellen Flugverkehr am Mittwoch vorübergehend einstellen. Der internationale Flughafen des Landes wurde schwer beschädigt, mindestens ein Menschen wurde getötet, viele weitere verletzt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
airbus a350 1000 ulr
Qantas will mit diesem Flugzeug von Sydney nach London fliegen. Jetzt ist erstmals ein Airbus A350-1000 ULR abgehoben. Der Ultra-Langstreckenjet absolvierte etliche Tests.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Embraer E195-E2 über der Copacabana: Azul feierte mit der Aktion das brasilianische Fußballteam der Männer.
Für eine besondere Werbeaktion wurde der Luftraum über Rio de Janeiro kurzzeitig gesperrt. Eine Embraer E195-E2 von Azul flog im Tiefflug entlang der berühmtesten Strände der Stadt – in den Farben der brasilianischen Nationalflagge.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin