Airbus A340-300 von Gulf Air an einer Flugschau: Die Airline ist wirtschaftlich angeschlagen.

Gulf Air baut weiter ab

Die Fluggesellschaft aus Bahrain entlässt jeden siebten Mitarbeiter und streicht weitere Strecken. Sie leidet unter dem Erfolg der Konkurrenz.

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Wie viele weitere Arbeitsplätze am Ende betroffen sein werden, will Gulf Air nicht bekannt geben. Doch eines ist klar. Mit dem Abbau ist es bei der Fluggesellschaft nicht vorbei. Bereits rund 15 Prozent aller Angestellten sind bis jetzt entlassen worden. Die Gewerkschaften fürchten noch weit Schlimmeres. Angeblich will Gulf Air 1266 Mitarbeiter entlassen, 600 Bahrainis und 666 ausländische Angestellte, heißt es aus Arbeitnehmerkreisen.

Die Airline schreibt schon länger hohe Verluste. Die Restrukturierung soll sie nun wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Neben den Stellen strich die Airline auch allein im Januar vier Strecken. Konkurrenz durch die Platzhirsche Emirates, Qatar und Etihad, sowie durch private Billiganbieter wie Flydubai und Air Arabia macht der Nationalairline Bahrains zu schaffen. Nur durch die Unterstützung der Regierung kann sie sich überhaupt noch halten. Die private Konkurrentin Bahrain Air stellte aus denselben Gründen erst kürzlich den Betrieb ein.

Politische Wirren

Auch die arabische Revolution sorgte für einen Rückgang der Buchungen und drückte so die Bilanz. Wie hoch genau die Verluste von Gulf Air ausfallen, ist nicht klar. Doch der Staatsfonds verkündete für das vergangene Jahr Verluste in Höhe von rund 170 Millionen Dollar. Diese seien «hauptsächlich» auf Gulf Air zurückzuführen, so die Regierung gemäß der Nachrichtenagentur Agence France Presse.

Momentan fliegen 26 Flugzeuge für Gulf Air. Eine Bestellung für 24 Dreamliner von Boeing korrigierte die Fluggesellschaft bereits im letzten Jahr auf 12 bis 16 Jets herunter. Auch mit Airbus befindet sie sich in Gesprächen über ausstehende Bestellungen.

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