Flieger von TAP: neuer brasilianischer Besitzer.

HNA GroupTAP wird über Azul ein wenig chinesisch

Die brasilianische Azul investiert in die portugiesische TAP und wird so Hauptaktionärin. Der Deal war eine Voraussetzung für eine Investition der chinesischen HNA Group in Azul.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Vergangenen November stieg die chinesische HNA Group bei Azul Linhas Aéreas Brasileiras ein. Für 450 Millionen Dollar kaufte die Mutter von Hainan Airlines einen Anteil von 23,7 Prozent an der Fluggesellschaft. Sie hatte damit nicht nur Südamerika im Auge, wie sich nun zeigt, sondern auch Europa. Denn HNA wird jetzt indirekt auch Aktionärin von TAP.

Azul investiert 100 Millionen Dollar in TAP, wie das Unternehmen am Montag (21. März) bekannt gab. Mit dem Geld kauft sie Wandelanleihen, die später in TAP-Vorzugsaktien umgewandelt werden können. Die brasilianische Fluglinie hält nach Wandlung 40 Prozent der Anteile der portugiesischen Airline.

Azuls Beteiligung an TAP als Voraussetzung

Die Umwandlung soll schon bald geschehen. Sobald die portugiesische Aufsichtsbehörde Anac Autoridade Nacional da Aviação Civil de Portugal ihr Okay zum Deal gegeben hat, wird sie vollzogen. Der indirekte Anteil von HNA an TAP beträgt danach rund 9,5 Prozent. Die Beteiligung von Azul an TAP sei eine Voraussetzung für die Investition von HNA in Azul gewesen, so die Brasilianer in einer Medienmitteilung.

Portugal hielt vergangenes Jahr eine Mehrheit von 61 Prozent an TAP an das Konsortium Atlantic Gateway des Jetblue- und Azul-Gründers David Neeleman und des portugiesischen Unternehmers Humberto Pedrosa verkauft. Im Januar aber kaufte der Staat 11 Prozent von TAP zurück um wieder 50 Prozent zu besitzen. Das Konsortium hält seither noch 45 Prozent, 5 Prozent sind für die Angestellten reserviert.

Engere Zusammenarbeit

Azul sieht in der direkten Beteiligung an TAP eine Stärkung der Position aller drei Partner. Sie ermögliche weitere gegenseitige Abkommen wie Codeshare-Flüge, einen stärkeren gemeinsamen Einkauf, eine bessere Optimierung der Nutzung der Flotten sowie mehr globale Arbeitsmöglichkeiten für die Angestellten. Azul arbeitet bereits eng mit TAP zusammen. So transferierten die Brasilianer 17 Flugzeuge zur europäischen Airline. Mit Hainan Airlines verbindet Azul Codeshare-Abkommen.

Die HNA Group ähnelt in ihrer Strategie zunehmend Etihad Airways. Die Chinesen bauen sich ein Portfolio an Beteiligungen auf, mit denen sie dann Codeshare-Abkommen schließen. Vor Azul stieg HNA zuletzt bei der spanischen Air Europa ein. 2012 kaufte HNA bereits 48 Prozent der französischen Aigle Azur. Zudem stiegen die Chinesen kürzlich mit 29 Prozent bei der Hotelkette NH Hotels ein und kauften die Schweizer Groundhandling-Anbieterin Swissport.

United auch dabei

Ein weiterer Akteur im Spiel: United Airlines. Die Amerikaner kauften vergangenen Sommer 5 Prozent der Aktien von Azul. Die beiden Fluggesellschaften führten danach auf ihren Flügen zwischen Brasilien und den USA sowie auf weiteren Strecken Codeshares ein. Zudem wurden die Meilenprogramme von United und Azul miteinander verbunden.

Mehr zum Thema

ticker-azul

Azul verbindet Macapá und Belo Horizonte mit Airbus A320

ticker-brasilien

Brasilien verschärft Informationspflichten bei Flugausfällen

ticker-brasilien

Brasilien verschärft Strafen für renitente Flugpassagiere

ticker-brasilien

Zu viele Klagen gegen Airlines: Brasilien will Regeln für Passagierrechte überarbeiten

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier